Power Birds und Steuersenkung

Die Versammlung der Primarschulgemeinde Steckborn hat vor weniger als einem Prozent der Stimmbürger stattgefunden. Trotzdem konnte Präsident Brändle eine gute Rechnung präsentieren, worauf der Steuerfuss gesenkt wurde.

Margrith Pfister-Kübler
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Der Schülerchor Power Birds mit Schülerinnen und Schülern der 3. bis 6. Klasse sorgte bei der Schulgemeindeversammlung für Abwechslung. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Der Schülerchor Power Birds mit Schülerinnen und Schülern der 3. bis 6. Klasse sorgte bei der Schulgemeindeversammlung für Abwechslung. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

STECKBORN. Gute Stimmung herrschte am Dienstagabend im Hubschulhaus in Steckborn. Dafür sorgten an der Rechnungs- und Budgetversammlung der Primarschulgemeinde gleich mehrere Aspekte: Der Schülerchor Power Birds sang sich in die Herzen der anwesenden Stimmbürger. Zudem konnte Schulpräsident Reto Brändle erfreuliche Zahlen präsentieren. Auch der geplante Pavillon WOK beim Seeschulhaus ist vorfinanziert.

Wenige Anwesende

Weniger erfreut zeigte sich Brändle über das geringe Interesse der Stimmbürger. Weniger als ein Prozent der 2311 Stimmberechtigten war im Hubschulhaus anwesend. Die Rechnung 2015 schliesst bei einem Aufwand von 4,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 4,6 Millionen. Der Steuerfuss beträgt 52 Prozent. Es konnte ein Vorschlag von 454 656 Franken erzielt werden. Budgetiert waren 57 570 Franken. Die Rechnung schliesst also um 397 086 Franken besser als budgetiert. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich die Mehreinnahmen bei den Steuern und die baulichen Einsparungen.

Rücklagen für den Unterhalt

Der Vorschlag wird für ausserordentliche Abschreibungen von rund 215 000 Franken und die Vorfinanzierung von Schulanlagen in der Höhe von rund 240 000 Franken verwendet. «Rücklagen sind wichtig, denn wir haben alte Schulanlagen und die brauchen Unterhalt», so Brändle. Die Rechnung 2015 und die Gewinnverwendung wurden einstimmig angenommen. Kantonsrätin und Stimmbürgerin Marianne Guhl: «Ihr schwimmt ja im Geld, das ist ein Wahnsinnsgewinn.» Da liege doch die Unterstützung für die Mediathek «Haus für Aug und Ohr» und die Bibliothek drin, fragte Guhl und rannte offene Türen ein. Reto Brändle entgegnete: «Die Vorzeichen stehen gut. Wir sind bereits im Gespräch.»

Auch das Budget 2016 und die Steuersenkung auf 50 Prozent wurden einstimmig genehmigt. Das Budget rechnet mit gleich hohem Aufwand und Ertrag von 4,3 Millionen, woraus ein Vorschlag von 30 000 Franken resultiert. Erfreulich sind derzeit die Schülerzahlen mit optimalen Klassenstrukturen. Zudem ist die Finanzierung des überdeckten Pausenplatz-Pavillons WOK gesichert. Zwei Drittel schiesst die Primarschule ein, den Rest die Politische Gemeinde. Diese hatte die Finanzierung bereits vergangenen Dezember bewilligt. Wann der Bau beginnt, ist bisher jedoch noch unklar.