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POLSTER: Solide Finanzlage der Gemeinden

Die meisten Gemeinden verfügen über ein komfortables Eigenkapital und sind kaum verschuldet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation leicht eingetrübt.

Die Finanzlage der Thurgauer Gemeinden hält sich gut, wie die Dienststelle für Statistik des Kantons mitteilt. Die Eigenkapitalpolster sind ausreichend und die Verschuldungssituation ist unproblematisch. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtsituation jedoch leicht eingetrübt. Etwas mehr Gemeinden als im Vorjahr erreichten bei einzelnen Kennzahlen nicht mehr den Bereich, der als gut oder mittelgut gilt.

66 schlossen mit einem Plus ab

Die meisten Gemeinden erwirtschafteten im Jahr 2016 einen Ertragsüberschuss. 66 schlossen die Laufende Rechnung beziehungsweise die Erfolgsrechnung 2016 mit einem Plus ab, 14 Gemeinden mussten einen Aufwandüberschuss hinnehmen. Alle 80 Thurgauer Gemeinden zusammen erzielten 2016 einen Ertragsüberschuss von 9,8 Millionen Franken. Dies ist weniger als im Vorjahr. Allerdings sind Vorjahresvergleiche während der Übergangszeit auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 nur bedingt möglich.

Die Thurgauer Gemeinden haben ein ausreichendes Eigenkapitalpolster. Im Verlauf der vergangenen Jahre wurde es etwas abgebaut, liegt aber immer noch in einem komfortablen Bereich. Allerdings ist die Eigenkapital­decke je nach Gemeinde unterschiedlich dick. 48 Gemeinden mit einer guten oder sogar sehr guten Eigenkapitalausstattung stehen zwölf Gemeinden gegenüber, bei denen das Eigenkapital eher knapp bemessen ist. Eine Gemeinde (Arbon) weist einen Bilanzfehlbetrag aus.

Der Selbstfinanzierungsgrad sinkt seit einigen Jahren und liegt seit 2011 unter der 100-Prozent-Marke. Das heisst, dass die Gemeinden ihre Investitionen seither nicht mehr vollumfänglich durch selbst erwirtschaftete Mittel finanzieren können. Im Jahr 2016 war der Selbstfinanzierungsgrad mit 70 Prozent (HRM1-Gemeinden) beziehungsweise 81 Prozent (HRM2-Gemeinden) niedrig, lag aber in einem Bereich, der noch als volkswirtschaftlich verantwortbar gilt.

Der Selbstfinanzierungsanteil bewegte sich in einem Bereich, der einen mittleren finanziellen Spielraum anzeigt.

Nettovermögen von 157 Franken pro Einwohner

Die Thurgauer Gemeinden haben eine unproblematische Verschuldungssituation. Drei von vier Gemeinden weisen einen guten oder sehr guten Bruttoverschuldungsanteil aus. Allerdings gibt es auch vier Gemeinden, in denen die Bruttoverschuldung 150 bis 200 Prozent des Finanzertrags ausmacht.

44 der 80 Gemeinden verfügten im Jahr 2016 über ein Nettovermögen. Alle Thurgauer Gemeinden zusammen haben ein Nettovermögen von 157 Franken pro Einwohner. Dies sind etwa 30 Franken pro Einwohner weniger als im Vorjahr.

Im Rahmen des Finanzausgleichs zwischen Kanton und Politischen Gemeinden wurden im Jahr 2017 insgesamt 16,3 Millionen Franken an 38 Gemeinden ausbezahlt. Dies sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme ist auf deutlich höhere Auszahlungen beim Lastenausgleich für Sozialhilfekosten zurückzuführen.

Um Gemeinden mit überdurchschnittlichen Sozialhilfekosten wirksamer entlasten zu können, wurde diese Ausgleichskomponente auf das Jahr 2017 hin verstärkt.(red)

Hinweis

Die Statistische Mitteilung «Gemeindefinanzkennzahlen 2016, Finanzausgleich Politische Gemeinden 2017» sowie die Tabellen dazu stehen auf statistik.tg.ch zur Verfügung.

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