POLIZEISTATISTIK: Weniger Verkehrstote und häusliche Gewalt

FRAUENFELD. Der Thurgau ist ein sicherer Kanton. Das zeigt die Jahresbilanz der Kantonspolizei Thurgau. Auf den Strassen sind weniger Menschen verunfallt, die Zahl der Straftaten nahm nur leicht zu.

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Auf den Thurgauer Strassen sind weniger Menschen verunfallt. (Bild: Kapo TG)

Auf den Thurgauer Strassen sind weniger Menschen verunfallt. (Bild: Kapo TG)

Rückläufig waren laut der am Dienstag vorgestellten Polizeistatistik die Zahlen bei den Einbrüchen, den Tötungsdelikten und den Fällen häuslicher Gewalt sowie der Straftaten gegen die sexuelle Integrität.

Viele Drohungen
Zugenommen haben die Gewaltstraftaten, wobei dies vor allem auf das Konto der einfachen Körperverletzungen und der «angedrohten minderschweren Gewalt» ging. Insgesamt wurden 2009 im Thurgau mit 1113 Fällen 16 Prozent mehr Gewaltstraftaten polizeilich bekannt als 2008.

Dabei sank die Zahl der Fälle schwerer Gewalt um 17 Prozent, jene minderschweren Gewalt stieg um 13 Prozent und jene der angedrohten Gewalt gar um 37 Prozent. Die schweren Gewaltdelikte machten aber nur 1,8 Prozent - 20 Fälle - aller Gewaltdelikte aus.

Zwei Tötungsdelikte

Dazu gehörten auch zwei (2008: 3) Tötungsdelikte. In 850 Fällen oder 76,4 Prozent blieb es bei minderschwerer Gewalt oder der Drohung mit derselben.

Vom Partner vergewaltigt
Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen sank von 17 auf 14. 11 davon fanden in Privatwohnungen statt, und in 7 der 14 Taten handelte es sich um häusliche Gewalt, bei der die Täter meist auch Lebenspartner waren.

Weniger häusliche Gewalt
Insgesamt sank aber die Zahl der Fälle, bei denen die Thurgauer Polizei wegen häuslicher Gewalt ausrückte, von 804 auf 691. Heinz Bachmann, Chef der Aussendienste der Kantonspolizei, vermutete, dies könne die Folge des verschärften Vorgehens der Polizei gegen die Täter sein.

Diese seien sich wohl bewusst geworden, dass sie zur Rechenschaft gezogen würden. So sprach die Polizei 2009 auch 141 Wegweisungen wegen häuslicher Gewalt aus - 44 mehr als im Vorjahr. Betroffen davon waren 126 Männer und 15 Frauen.

Noch acht Verkehrstote

Erfreulich präsentierte sich 2009 die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen auf Thurgauer Strassen. Ihre Zahl sank erstmals seit 1976 wieder unter 1500. Sie lag bei 1425 (2008: 1533). Gleichzeitig sank auch die Zahl der Verletzten von 848 auf 790 und die Zahl der Verkehrstoten von 9 auf 8. (sda/red.)

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