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Plädoyer für die Freiheit

NZZ-Journalist Michael Schoenenberger war beim Förderverein Pro Kanti zu Gast und sprach über die Gefahren der Überregulierung in der Mittelschullandschaft.
NZZ-Journalist Michael Schönenberger spricht bei Pro Kanti Frauenfeld. (Bild: Mathias Frei)

NZZ-Journalist Michael Schönenberger spricht bei Pro Kanti Frauenfeld. (Bild: Mathias Frei)

Vor 25 Jahren machte er in Frauenfeld die Matur. Ein einfacher Schüler sei er nicht gewesen, dafür interessiert, blickte Michael Schoenenberger zurück. Naturwissenschaften empfand der Leiter der NZZ-Inlandredaktion als Schinderei. Nebst dem guten Hochdeutsch nahm Schoenenberger aus der Kantizeit eine lebenslange Neugier mit. Nicht umsonst hegt er heute ein grosses Interesse für Astrophysik. Den Rahmen für Schoenenbergers Referat über die Zukunft der Mittelschule bot die vierte Hauptversammlung des Fördervereins Pro Kanti. 30 Mitglieder und Sympathisanten folgten am Dienstag der Einladung in die Kantiaula. «Das Gymnasium ist wichtiger denn je», hielt der Journalist und Experte für Bildungspolitik fest. Das Wissen, das man auf Wikipedia zu Wissen gelange, reiche nicht aus, im Vordergrund müsse stehen, zu wissen, was auf Wikipedia richtig ist. Sonst werde nur noch auf Prüfungen gelernt.

Schoenenberger sprach sich gegen höhere Maturaquoten aus. Denn ein prüfungsfreier Zugang zu Hochschulen erfordere eine Selektion auf Mittelschulebene. Deshalb wäre die kürzlich im Thurgau diskutierte Abschaffung der mündlichen Kanti-Aufnahmeprüfungen seiner Meinung nach ein Fehler gewesen. Er sieht zudem Überregulierungen in der Bildung als Gefahr. «Ich plädiere für grösstmögliche Freiheit der Lehrpersonen.» Doch Freiheit sei stets der siamesische Zwilling von Verantwortung.

Was Kantirektor Hanspeter Hitz von Schoenenberger gehört hat, dürfte ihm gefallen haben. Hitz bezeichnete Teilautonomie als grosse Chance für die Kanti. «Ich bin ungeduldig», war vom Rektor zu hören. Die Mittelschulen im Thurgau bräuchten dringend andere Rahmenbedingungen. Aber statt sich zu ärgern, müsse man sich fragen, was man dagegen machen könne. Hitz bezeichnete das 2017 initiierte Schulentwicklungsprogramm als Antwort auf diese Frage. (red)

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