PFYN: Nun braucht’s acht Millionen

Der Bau der Mehrzweckhalle wird teurer als erwartet. Bis März 2019 soll sie fertiggestellt sein. Finanziell schliesst die Schulgemeinde das Jahr 2016 mit einem beträchtlichen Gewinn ab.

Andreas Taverner
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Schulpflegerin Ursula Roth und Präsident Erich Schaffer. (Bild: Andreas Taverner)

Schulpflegerin Ursula Roth und Präsident Erich Schaffer. (Bild: Andreas Taverner)

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Die Pfyner Stimmbürger waren gespannt auf die Ausführungen der Behörde bezüglich der geplanten Turnhalle. Ursprünglich hatte die Gemeinde für einen Bau mit sieben Millionen Franken gerechnet. «Für sieben Millionen gibt es keine Mehrzweckhalle» sagte der Präsident der Primarschulbehörde, Erich Schaffer, jedoch während seiner Ausführungen. Dies habe eine unabhängige Kostenrechnung von Lauener Baer Architekten ergeben. Nach jetzigem Stand rechne man für die Mehrzweckhalle etwa mit acht Millionen Franken. «Wir optimieren die Kosten, wo wir können», versicherte Schaffer.

Am 27. Juni entscheiden die Stimmbürger

Die archäologischen Untersuchungen erbrachten keine Funde. Deswegen gibt es also keine Verspätungen in der Planung. Die geplante Fotovoltaik-Anlage wird aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht eingebaut. Teurer als vorgesehen wird die Halle auch wegen eines zusätzlichen Notausganges und einer Brandschutztüre, wie Schaffer erklärte.

Als Heizungssystem ist eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonden vorgesehen. «Diese kostet 100000 bis 130000 Franken mehr», so der Präsident. Dafür habe man jedoch keine Folgekosten, wie dies zum Beispiel bei Gas oder Öl der Fall sei.

Angepasst wurde auch der Terminplan. Am 13. Juni findet eine Orientierungsversammlung zum Projekt statt. Am 27. Juni werden die Stimmbürger schliesslich über den Baukredit abstimmen. Bei einem positiven Entscheid soll die die neue Mehrzweckhalle bis März 2019 fertiggestellt werden.

Dank aufgeschobener Heizung mehr Gewinn

Für das Jahr 2016 war ein Ertragsüberschuss von 29000 Franken budgetiert worden. Mit rund 254000 Franken Gewinn schloss die Primarschulgemeinde das vergangene Jahr jedoch deutlich besser ab als erwartet. Ausgaben von 2,5 Millionen stehen Einnahmen von gut 2,7 Millionen Franken gegenüber. Grund dafür sind unter anderem der aufgeschobene Ersatz der Heizung sowie Mehrerträge aus der Grundstückgewinnsteuer. «Das Budget 2017 kann aber nicht mit demjenigen aus dem Vorjahr verglichen werden», sagte Schulpflegerin Ursula Roth. Es basiere bereits auf HRM2. Für das laufende Jahr ist ein Plus von 66200 Franken budgetiert. Dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 62 Prozent. Dieser wurde gleich wie alle übrigen Anträge von der Versammlung gutgeheissen.

Fast nicht kalkulierbar seien die Kinderzahlen, sagte Präsident Schaffer. Allein an der Primarschule bewegten sich die Schülerzahlen von 126 in diesem Jahr bis zu 106 Schülern im Jahr 2020. «Wir sind deshalb sehr vorsichtig, was die Kinderzahlen betrifft.» Zwei bis drei Familien würden schon etwas ausmachen können.

Erstmals nahm der neugewählte Tobias Rechberger an einer Schulgemeinde teil. Er wird das Ressort Liegenschaften des zurücktretenden Hansruedi Stauffer übernehmen.