PFYN: Kampf der Gladiatoren

354 Teilnehmer reisen zum 20. Legionärsmarsch an. Neben 15 Kilometern zu Fuss stellen sie auch ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Die Zukunft der Veranstaltung steht derweil noch in den Sternen.

Andreas Taverner
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Die Feuerwehr aus Steffisburg (BE) geht mit voller Motivation an den Start. (Bild: Andreas Taverner)

Die Feuerwehr aus Steffisburg (BE) geht mit voller Motivation an den Start. (Bild: Andreas Taverner)

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Ob mit dem Feuerwehrauto aus Belp bei Bern oder dem Kinderwagen – mitmachen ist am 20. Legionärsmarsch die Hauptsache. So unterschiedlich die Herkunft der Feuerwehrleute, deren Familienmitglieder und Freunde ist, so unterschiedlich ist ihre Sprache. Basler Dialekt mischt sich mit Berner, Freiburger und schwäbischem Dialekt.

«Wir sind uns die Berge gewohnt und müssen schauen, dass wir uns hier im Flachland von Pfyn zurechtfinden», sagt Martin Lehmann aus Grabs (SG) mit breitem Lachen. Er ist noch mit weiteren acht Feuerwehrkameraden am Start. Ein schöner Tag mit gemütlichem Marschieren erwartet die 16 Teilnehmenden der Werkfeuerwehr Infrapark Baselland. Bernadette Grandjean aus Belp nimmt erstmals am Marsch teil. Ihre Motivation bringt sie mit dem Satz: «Damit wir mal aus Belp herauskommen!» auf den Punkt. Schnee auf ihrem Weg nach Pfyn erlebte eine Gruppe aus Düdingen. Sie startete ihren Marsch am 29. April und erlebte am vergangenen Montagmorgen fünf Zentimeter Neuschnee auf 1280 Metern. Ein kurzer Regenschauer bewegt einige Läufer noch rasch, einen Kaffee zu sich zu nehmen. Nun heisst es, Posten eins anzumarschieren. Die Markierung über die ganze Stecke von 15 Kilometern erleichtert das Auffinden der drei Posten erheblich. Beim ersten Posten geht es um Naturfragen. Jakob Biser vom Natur- und Vogelschutzverein Pfyn erklärt: «Wir organisieren diesen Posten seit vielen Jahren.» Er ist vor allem bei Familien beliebt. Beim zweiten Posten der Jagdhütte im Gebiet Sangi ist Geschicklichkeit gefragt. So muss versucht werden, einen Ball in einen Stiefel fallen zu lassen. Hurra-Rufe gelten dem, der dieses Kunststück erfolgreich schafft. Mindestens so wichtig ist für die Läufer, dass hier das Mittagessen eingenommen werden kann.

Die Verantwortlichen ziehen am Nachmittag eine positive Bilanz. Verglichen mit den vergangenen Jahren sind die 354 Teilnehmenden am Legionärsmarsch ein Rekord. Ob und in welcher Form der Marsch im nächsten Jahr stattfinden wird, ist laut Vereinspräsident René Michel allerdings noch offen.