PFYN: Der Bau rückt einen Schritt näher

Die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde sagen an ausserordentlichen Versammlungen deutlich Ja zum Projektierungskredit für eine neue Mehrzweckhalle. Noch sind aber nicht alle Fragen geklärt.

Margrith Pfister-Kübler
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Jetzt geht es um die Details: Schulpräsident Erich Schaffer, Architekt Donatus Lauener und Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller mit Hallen-Modell. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Jetzt geht es um die Details: Schulpräsident Erich Schaffer, Architekt Donatus Lauener und Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller mit Hallen-Modell. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

PFYN. «Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen», zitierte Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller den Komponisten Anton Bruckner zur Begrüssung die 77 anwesenden Stimmbürger an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in der Trotte. Damit blendete sie auf die soliden Abklärungen und Verbesserungsvorschläge durch Behörden, Schulen, Bevölkerung, Vereine und Jury bis zum Siegerprojekt «Römer und Franzosen» des Frauenfelder Architekturbüros Lauener Baer. Die Kostenschätzung für das Projekt beträgt 7,5 Millionen.

Architekt Donatus Lauener liess die Entwicklung der Pfyner Landschaftsgeschichte aufleuchten. «Bauen hat viel mit der Geographie des Ortes zu tun», betonte er. Mit Skizzen verwies er auf die Dachformen, das Abrücken von den Einfamilienhäusern, damit das grosse Volumen gut eingeordnet ist und sagte: «Die Skyline ist wichtig. Sie läuft den Hügel entlang.» Dreischiffig von aussen, vierschiffig innen mit flexibler Raumstruktur. Jetzt geht es an die Detailplanung. «Eine Fernheizung nicht ganz abschreiben», wünschte ein Votant. Weitere Themen in der Diskussion waren das Office, der Parkplatz und ein möglicher Hartplatz. Zur Sprache kam auch die Stabilität des Baugrunds. «Wir wünschen uns keine Weinfelder Verhältnisse», sagte ein Votant. Und wie üblich in Pfyn, wird die Archäologie antraben.

Mit Stolz wies Gemeindepräsidentin Müller auf die Finanzlage: «Wir haben ein Rekordtief an Schulden und ein gutes Eigenkapitalpolster». Verteilt auf 33 Jahre sei die Last der jährliche Abschreibungen minim. Bei Kosten von 7,5 Millionen seien dies 83 333 Franken pro Jahr. In heiterer Atmosphäre ging's zur Abstimmung. Vom Projektierungskredit von total 550 000 Franken, ging's für die Gemeinde um 275 000 Franken. Die 77 Stimmbürger der Politischen Gemeinde Pfyn genehmigten den Kredit mit grossem Mehr, bei drei Enthaltungen.

Mit grossem Mehr, zehn Nein und sechs Enthaltungen wurde auch der Zusatzkredit über 48 000 Franken für die Gesamtrevision Ortsplanung genehmigt. Dazu werde es eine separate Infoveranstaltung geben, sagte Müller und klagte: «Das ist haarsträubend, was da verlangt wird.» Der Gemeindeverband wehre sich. Murmelnde Unzufriedenheit und die Forderung, die Frist hinauszuzögern, waren zu hören.

Das Ja der Schulgemeinde ist eine Formsache

Zackig ging auch die anschliessende Schulgemeindeversammlung mit 65 Stimmbürgern über die Bühne. Schulpräsident Erich Schaffer sprach von «sichergestellten Finanzen bei gleichbleibendem Steuerfuss». Ohne Gegenstimme genehmigten die Schulbürger ihre Hälfte am Projektierungskredit. «Nur zufriedene Gesichter bei diesem Entscheid», freute sich Präsident Schaffer.

Bis zum Gemeindejubiläum fertiggestellt

Über den Baukredit entscheiden die Stimmbürger im Jahr 2017. Dann läuft die Bauzeit. Gerechnet wird mit der Einweihung im Jahr 2018. «2018 feiern wir auch 20 Jahre Politische Gemeinde Pfyn», sagte Jacqueline Müller.

Bekanntgegeben wurden zwei Rücktritte: Bei der Schulbehörde tritt Hansruedi Stauffer zurück und bei der Politischen Gemeinde Ruth Grob. Die Ersatzwahlen sind am 12. Februar.