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PFLANZENSCHUTZMITTEL: So wenig wie möglich spritzen

Fachleute brachten die Anwender, die unter öffentlichem Druck stehen, an einer Tagung auf den neusten Stand.

Auf Einladung des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft (VTL) besuchten über 100 Thurgauer Bäuerinnen und Bauern die Tagung «Pflanzenschutzmittel professionell anwenden» in Tänikon. Für Urs Dietiker, Präsident Pflanzenbaukommission, ist ein professionelles Verhalten beim Anwenden von Pflanzenschutzmitteln sehr wichtig.

Heinz Ehmann, Leiter Abteilung Gewässerqualität beim Amt für Umwelt (AfU) Thurgau, hielt fest, dass das AfU seinen Fokus nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern auch auf die Siedlungsentwässerung richtet. Bei zehn Prozent aller nachgewiesenen Stoffe lag die Konzentration in einem für die Gewässerbiologie schädlichen Bereich. Hier gelte es, anzusetzen, um die Belastung zu reduzieren. Viel erhofft sich Ehmann vom Aktionsplan Pflanzenschutz des Bundes und vom Ressourcenprojekt «AquaSan» des Landwirtschaftsamtes.

Die Belastung der Fliessgewässer ist erfreulicherweise bereits rückläufig. Einen Beitrag haben die Kontrollen von Güllegruben und Hofplatzentwässerungen bei Landwirtschaftsbetrieben geleistet. Heute erfüllen bereits 80 Prozent der untersuchten Bäche die Qualitätsziele.

Es wird abgewogen, ob Einsatz gerechtfertigt ist

Hermann Brenner, Leiter Pflanzenschutzdienst vom BBZ Arenenberg, hielt fest, dass integrierter Pflanzenschutz heute Standard sei. Dabei werde abgewogen, ob der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels gerechtfertigt sei. Mit Hilfe von Schadschwellen, im Grundgerüst des Ökologischen Leistungsnachweises enthalten, sind keine unnötigen Spritzungen nötig, welche die Umwelt belasten. Um die hohe Qualität der erzeugten Produkte zu erhalten, seien begleitende Massnahmen wie Fruchtfolge, Bodenschutz und angepasste Düngung unabdingbar.

Felix Ruh, seit 40 Jahren Pflanzenschutzspezialist, schulte die Bauern im wichtigen Bereich der Anwendungsoptimierung. Die Devise müsse lauten: «Nur so viel spritzen wie nötig und so wenig wie möglich». Fachleute der Firma Fenaco zeigten auf, welche Wirkstoffe neu nur noch reduziert oder nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Die Zulassungsbehörde des Bundes schaue sehr genau hin, wo eine Gefährdung von Boden und Wasser vorliege. Auch ohne Wasserschutzinitiative, die pauschal alle chemisch-synthetischen Produkte, inklusive Biospritzmittel, schlecht mache, werde aktuell vieles geändert. Dies stelle die Landwirte vor neue Herausforderungen, wie beispielsweise die mechanische Unkrautbekämpfung.

Vielfältige Themen am Postenlauf

Gross ist die Vielfalt bei den Geräten zur Ausbringung der Pflanzenschutzmittel. Moderne Systeme erlauben eine sehr genaue Applikation mit dem Ziel, Wirkstoffe effizient und umweltschonend auszubringen. Nebst einem interessanten Posten über Personenschutz thematisierten Georg Feichtinger vom Strickhof im Kanton Zürich und Thomas Stalder vom Thurgauer Amt für Umwelt (AfU) die Ausgestaltung von Spritzenreinigungsplätzen. (red)

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