Pfarrerin besteht Feuertaufe

MATZINGEN. Mit ihrer Predigt vermochte die neue Pfarrerin Janine Haller die Besucher bei ihrer Einsetzung in Matzingen in den Bann zu ziehen.

Andreas Taverner
Drucken
Teilen
Pfarrerin Janine Haller zieht mit Dekanin Esther Walch ein. (Bild: Andreas Tavener)

Pfarrerin Janine Haller zieht mit Dekanin Esther Walch ein. (Bild: Andreas Tavener)

Bereits von der Strasse aus war am Sonntagmorgen die Probe des Gospelchors zu hören. Schliesslich ging es um nichts weniger als um die Einsetzung von Pfarrerin Janine Haller. Rund 150 Gottesdienstbesucher verfolgten, wie Janine Haller das Gelübde vor Dekanin Esther Walch Schindler und der Kirchenvorsteherschaft ablegte. Janine Haller ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Damit ihre Familie den wichtigsten Gottesdienst ihrer Tochter verfolgen konnte, wurde er in Hochdeutsch gehalten.

Eine Zeit des Übergangs

Kirchgemeindepräsident Roland Ziegler bilanzierte in seiner Rückschau, dass der Abschied des vorherigen Pfarrers und der Neuanfang mit Janine Haller ein Übergang gewesen sei: «Und Übergänge sind mit Unsicherheiten verbunden.» Die Vorsteherschaft sicherte der neuen Pfarrerin nicht nur eine gute Zusammenarbeit zu, sondern überbrachte in Form eines Herzens einen persönlichen Spruch. Diese wurden an ein Rosenbäumchen angebracht, den Haller nach Hause mitnehmen konnte. Sie gaben der Hoffnung Ausdruck, dass sich die Familie schnell in Matzingen einlebe.

Jeder wird gebraucht

Dekanin Schindler mahnte aus eigener Erfahrung: «Eine Pfarrerin hat Grenzen.» In ihrer Predigt ging Janine Haller auf die Bedeutung des einzelnen in der Gemeinde ein. Dabei hingen die Besucher förmlich an ihren Lippen. «Ist jemand nur klein und meint, er ist unbedeutend, wird er aber trotzdem gebraucht.» Mit an die Wand projizierten Zeichnungen illustrierte sie die Predigt. Zum Schluss lud der Kirchgemeindepräsident alle Besucher in die Turnhalle Mühli zum Mittagessen ein.