Pensionskasse Thurgau hat Risiko reduziert

KREUZLINGEN. Bei der Pensionskasse Thurgau (PKTG) herrscht nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und des Börsensturzes «keine Panik», sagt Geschäftsführer Rolf Hubli. «Wir sind aber auch nicht erfreut.» Er gehe davon aus, dass in den nächsten zwei, drei Wochen eine Normalisierung eintrete.

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KREUZLINGEN. Bei der Pensionskasse Thurgau (PKTG) herrscht nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und des Börsensturzes «keine Panik», sagt Geschäftsführer Rolf Hubli. «Wir sind aber auch nicht erfreut.» Er gehe davon aus, dass in den nächsten zwei, drei Wochen eine Normalisierung eintrete. Dann werde man die Auswirkungen sehen. «Ich nehme an, sie gehen an niemandem spurlos vorbei.»

Die Abwertung ausländischer Währungen wirkt sich auf den Wert des PKTG-Vermögens weniger aus als der Börsensturz. Denn die PKTG hat laut Geschäftsführer Hubli vor einem Jahr einen Teil des Währungsrisikos abgesichert.

Um sich allfällige weitere Sanierungsmassnahmen zu überlegen, hat die PKTG Zeit. «Abgerechnet wird am 31. Dezember 2015», sagt Hubli. Anders sähe es aus, wenn die Nationalbank den Euro-Mindestkurs bereits am 15. Dezember aufgehoben hätte. Denn Pensionskassen müssen saniert werden, wenn ihre Deckung am Jahresende unter 100 Prozent fällt.

Die PKTG wird bereits seit Anfang 2014 saniert, da sie damals die Staatsgarantie verloren hat und der Deckungsgrad 95,4 Prozent betrug. Im Hinblick auf die fällige Sanierung demonstrierten Versicherte am 3. September 2013 in Frauenfeld erfolglos für einen höheren Staatsbeitrag.

Ende 2014 erholte sich der Deckungsgrad wieder, erreichte aber noch nicht 100 Prozent. Die genaue Zahl wird Mitte Februar veröffentlicht. Bereits Anfang Dezember 2014 beschloss die Pensionskassenkommission weitere Sanierungsmassnahmen.

Die PKTG hatte Ende 2013 10 601 aktiv Versicherte und 3413 Rentenbezüger. Die Bilanzsumme betrug 2,809 Milliarden Franken. Die PKTG entstand 2006 aus der Lehrerpensionskasse und der Pensionskasse des Staatspersonals. (wu)