Pensionen wurden kritisiert

Der Grosse Rat genehmigte den Geschäftsbericht der TKB. Zum Teil harte Kritik übten Kantonsräte an den Gehältern und Pensionsleistungen der TKB-Führung.

Martin Knoepfel
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Es liegt auf der Hand, dass die TKB-Führung zu viel verdient, scheint SP-Kantonsrat Peter Gubser (l.) Bankratspräsident René Bock (r.) zu sagen. (Bild: Donato Caspari)

Es liegt auf der Hand, dass die TKB-Führung zu viel verdient, scheint SP-Kantonsrat Peter Gubser (l.) Bankratspräsident René Bock (r.) zu sagen. (Bild: Donato Caspari)

frauenfeld. Kommissionssprecherin Myrta Klarer (SVP, Sirnach) lobte die TKB als seit 140 Jahren solide, zuverlässige und berechenbare Bank, bedeutenden Steuerzahler und wichtigen Sponsor. Gemäss dem Antrag der vorberatenden Kommission genehmigte der Grosse Rat an der Sitzung von gestern den Geschäftsbericht der TKB mit 113:0 Stimmen.

Norbert Senn (CVP, Romanshorn) freute sich über das gute Ergebnis in einem schwierigen Jahr. Er wies aber auch darauf hin, dass der Gewinn letztes Jahr rückläufig war. Kritisch müsse man die zusätzlichen Leistungen an die Bankleitung bei der Personalvorsorge anschauen.

In die gleiche Kerbe hieb Luzi Schmid (CVP, Arbon). Er sieht Spitzenleistungen nur bei der Entschädigung von Geschäftsleitung und Bankrat. «Sprechen wir von der gleichen Bank, sprechen wir vom gleichen Bericht?», fragte er in Anspielung auf den Geschäftsbericht. Es könne nicht sein, dass jemand bei der TKB pensioniert werde und mehr erhalte als ein Regierungsrat.

Peter Gubser (SP, Arbon) konnte die von Klarer gelobte thurgauische Bescheidenheit bei der TKB ebenfalls nicht erkennen. Neben dem Gehalt eines Bundesrats bekämen die Mitglieder der Geschäftsleitung noch im Schnitt 280 000 Franken Bonus, also das Gehalt eines Regierungsrats. «Völlig überrissen und unmoralisch.»

Richard Nägeli (FDP, Frauenfeld) ist zufrieden, dass die Bezüge der Geschäftsleitung 2010 absolut nicht mehr gestiegen sind. In den letzten fünf Jahren hätten sie im Vergleich zum Geschäftserfolg stark zugelegt. Katharina Winiger (GP, Frauenfeld) möchte, dass die TKB ihre Nachhaltigkeitsprodukte besser vermarktet. Heinz Herzog (SP, Arbon) wies ebenso wie Klarer auf die solide Eigenkapitaldecke der TKB hin.

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