Pegida will ohne Bewilligung demonstrieren

FRAUENFELD. Jetzt geht Pegida Schweiz aufs Ganze.

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FRAUENFELD. Jetzt geht Pegida Schweiz aufs Ganze. Der vom Frauenfelder Mike Spielmann präsidierte Ableger der rechtsnationalistischen und islamfeindlichen «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) plant in der Thurgauer Kantonshauptstadt eine unbewilligte Platzkundgebung. Terminiert ist der Samstag, 9. April. Auf Anfrage bestätigt Spielmann das Datum. Der Ort sei noch nicht bekannt. Auf der Facebook-Seite «Pegida Schweiz» heisst es: «Frauenfeld, wir werden kommen!»

Gegendemo bereits geplant

«Wir werden so oder so in Frauenfeld sein», sagt Spielmann. Ob bewilligt oder nicht, das spiele keine Rolle. Das habe er auch auf eine Anfrage der Kantonspolizei Thurgau geantwortet. Spielmann hatte namens Pegida Schweiz vergangenen Sommer zweimal bei der Stadt Frauenfeld eine Bewilligung für einen Demonstrationsumzug respektive eine Platzkundgebung beantragt – beide Male war die Antwort negativ. Die Stadt hatte ihre Absagen mit den entstehenden «erheblichen Verkehrseinschränkungen» und mit Sorgen um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit begründet. Spielmann nimmt bei einer unbewilligten Demo juristische Konsequenzen bewusst in Kauf. Er rechnet mit einer Busse von maximal 2000 Franken. «Das ist es uns wert.» Auf der Facebook-Seite «No Pegida Thurgau» ist bereits eine Gegendemo angesagt. Laut einer Medienmitteilung mobilisiert auch die Juso Thurgau für diese Kundgebung, die ebenfalls am 9. April in Frauenfeld stattfinden soll. (ma)

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