Pegida steht alleine da

Für den Politologen Michael Hermann ist offen, ob Pegida die SVP konkurrieren kann, von der sie Forderungen übernommen hat – so etwa jene nach Durchsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative oder die Ausweisung krimineller Asylsuchender.

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Für den Politologen Michael Hermann ist offen, ob Pegida die SVP konkurrieren kann, von der sie Forderungen übernommen hat – so etwa jene nach Durchsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative oder die Ausweisung krimineller Asylsuchender. In den Augen von Hermann ist «unvorstellbar, dass sich Pegida in der Schweiz mit wöchentlichen Demonstrationen etabliert wie in Dresden». Vorstellbar sei eine einmalige Aktion. Die weitgehende Anonymität der Exponenten verhindert laut Hermann zwar, dass die Bewegung von einer Führungsperson geprägt wird. Doch: «Um Einfluss zu bekommen, ist eine Verbindung zur institutionalisierten Politik nötig. Auf die Strasse zu gehen, reicht nicht.»

Politologe Georg Lutz mag Pegida nicht zu wichtig nehmen, bevor klar ist, wie stark sie zu mobilisieren vermag. Ohne Partei oder bekannte Persönlichkeit im Rücken stehe die Bewegung ziemlich alleine da. Und die SVP werde sich hüten, mit Pegida gleichgestellt zu werden. Denn sie wolle nicht als rassistisch erscheinen. (sda)

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