Paukenschlag zum Neustart

Der Regierungsrat hat den Neustart der Kunstmuseumsplanung mit einem Paukenschlag eröffnet. Als solcher wirkt die Nachzahlung von 580 000 Franken an die Stiftung Kartause für missglückte gemeinsame Planung. Der Regierungsrat behauptet nicht einmal, dass er dazu verpflichtet ist.

Thomas Wunderlin
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Der Regierungsrat hat den Neustart der Kunstmuseumsplanung mit einem Paukenschlag eröffnet. Als solcher wirkt die Nachzahlung von 580 000 Franken an die Stiftung Kartause für missglückte gemeinsame Planung. Der Regierungsrat behauptet nicht einmal, dass er dazu verpflichtet ist. Er sagt nur, man sei in gutem Glauben gemeinsam unterwegs gewesen.

Der Ausflug endete mit einem Totalschaden, weil der Architekturauftrag für den Erweiterungsbau ohne Wettbewerb vergeben wurde. Diesen Fehler hat Regierungsrat Jakob Stark am 5. Dezember 2012 eingestanden. Nun fühlt er sich offenbar im Wort und ist bereit, die Kritik dafür einzustecken.

Der Paukenschlag schmerzt im Ohr. Wenn er verklungen ist, kann die Arbeit losgehen. Richtig ist, dass das neue Kunstmuseum aus einem Wettbewerb der besten Ideen hervorgehen soll. Viele Fragen müssen beantwortet werden. Nicht dazu gehört die Frage, ob das Kunstmuseum überhaupt in der Kartause Ittingen bleiben soll. Diese Diskussion wurde schon oft genug geführt.

thomas.wunderlin @thurgauerzeitung.ch

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