Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Patienten brauchen Ruhe und Licht

Der Gemeinderat will keine Windräder in Littenheid. Die Behörde stellt sich damit nicht zuletzt hinter die Privatklinik Clienia.
Olaf Kühne

Erneuerbare Energiequellen finden alle sympathisch – eigentlich. Geht es aber um konkrete – oder auch weniger konkrete –Projekte vor der eigenen Haustüre, wird gerne etwas genauer hingeschaut.

So sprach sich bereits die Energiestadt Eschlikon in ihrer Vernehmlassungsantwort auf den kantonalen Richtplan dezidiert gegen einen möglichen Windpark im Gebiet Eschlikon-Littenheid aus (unsere Zeitung berichtete). Schattenwurf und Lärmemissionen wurden durch den Gemeinderat unter anderem ins Felde geführt.

Der Sirnacher Gemeinderat wird in seiner Stellungnahme zum Richtplan konkreter. Auch er beantragt, auf den Standort Eschlikon-Littenheid zu verzichten. Und auch er betont, dass er erneuerbaren Energien gegenüber im Grundsatz durchaus positiv eingestellt ist. Nur sei das fragliche Gebiet aus mehreren Gründen hierfür nicht geeignet. So gebe es kaum eine Fläche, welche einen genügenden Abstand zu Siedlungen aufweise. Lediglich der Chranzenberg sei auf einer grösseren Fläche unbebaut. «Dieser Standort ist mit Blick auf die angrenzende, ausgeschiedene Spitalzone Littenheid jedoch sehr problematisch», schreibt die Behörde an das Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau. Der Sirnacher Gemeinderat stellt sich damit hinter die Littenheider Privatklinik Clienia, welche schon vor zwei Monaten gegen den Richtplan opponierte. «Unsere Patienten sind hochsensibel. Viele wählen unsere Institution, weil es schön, ruhig und erholsam ist bei uns. Zudem ist es gut möglich, dass wegen des Windparks Probleme bei der Genesung unserer Patienten auftreten», sagte Clienia- Sprecherin Claudia Baumer damals gegenüber unserer Zeitung.

Riedflächen von nationaler Bedeutung

Der Sirnacher Gemeinderat sorgt sich in seiner Vernehmlassungsantwort indes nicht nur um die Patienten in Littenheid. Die Behörde gibt weiter zu bedenken, dass im Tal zwischen Chranzenberg und Rooset «Riedflächen von nationaler Bedeutung» liegen. Dieses qualitativ hochwertige Gebiet gelte es dauerhaft zu erhalten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.