PARTEITAG: Zehn Jahre unbequem

Die Thurgauer Jungsozialisten luden zu ihrem 10-Jahr-Jubiläum die nationalen Juso nach Frauenfeld ein.

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«Herzlich willkommen im Osten, wo wir linkes Engagement mehr denn je brauchen», begrüsste ­SP-Thurgau-Präsidentin Nina Schläfli die Delegierten im Eisenwerk Frauenfeld. Über 180 Jungsozialisten kamen zusammen, um bei den Abstimmungen zu Resolutionen und den Ersatzwahlen für einen freigewordenen Sitz in der Geschäftsleitung der Juso Schweiz ihre Stimme abzugeben, wie die Jungpartei in einer Mitteilung schreibt. Anlass dafür, dass sich die Thurgauer Sektion der Juso Schweiz als Gastgeberin zur Verfügung stellte war das 10-Jahr-Jubiläum ihrer Neugründung.

Prägnante Worte wählte Tamara Funiciello, Präsidentin der Juso Schweiz, an der Delegiertenversammlung in Frauenfeld: «Linke Politik heisst progressiv sein, nie im Einklang mit dem Status quo und somit immer in einer unbequemen Position zu sein. Ist es dir zu bequem, bist du zu wenig unbequem.»

Nach Ende der Versammlung fand eine Jubiläumsfeier statt, an der die jungen Genossen und ­Genossinnen aus der Schweiz und dem grenznahen Deutschland teilnahmen. Die Punkband White Dog Suicide trat dabei im Kulturlokal Kaff auf.

Gegründet während nationalem Aufschwung

Der Aufbau der Thurgauer Juso im Jahr 2007 erfolgte in einer Phase, in der die ganze Juso Schweiz einen Aufschwung erlebte, heisst es in der Mitteilung weiter. «Gleich zu Beginn war man für diverse Initiativen und Petitionen auf der Strasse, es fanden erfolgreiche Aktionen statt, und in Kreuzlingen konnte man über die eigene Liste Einsitz im Gemeinderat nehmen.»

Mittlerweile zählt die Jungpartei 130 Mitglieder im Thurgau und veranstaltet regelmässig Sitzungen, Lesekreise, Bildungs­wochenenden, sammelt Unterschriften und nimmt an Demonstrationen teil. Auch pflegt man grenzüberschreitende Kontakte mit linken Organisationen aus Deutschland und Österreich. «Dank ihrer unbequemen und ­direkten Art ist die Juso heute die aktivste Jungpartei im Kanton», schreibt sie über sich selber. (red)