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PAROLE: Frauen und Rentner besserstellen

Das Komitee «Renten sichern – AHV stärken» sieht in der Abstimmung die einzige Chance, die Altersvorsorge so abzusichern, dass auch künftige Generationen profitieren.
Christof Lampart
Für Ja am 24. September: Nina Schläfli, Kurt Egger und Edith Graf-Litscher. (Bild: Christof Lampart)

Für Ja am 24. September: Nina Schläfli, Kurt Egger und Edith Graf-Litscher. (Bild: Christof Lampart)

An einer Medienkonferenz am Freitagnachmittag in Frauenfeld sprachen sich der Thurgauer Gewerkschaftsbund sowie die Kantonalparteien der Grünen und der SP sowohl für die Zusatzfinanzierung der AHV durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer als auch für die Reform der Altersvorsorge 2020 aus. Denn obwohl die Versicherten bei einem Ja an der Urne einige Kröten wie die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre und die Senkung des Umwandlungssatzes von 6,8 auf 6 Prozent schlucken müssten, habe die Sicherung des Rentensystems durch eine Reform Vorrang. Die 27-jährige SP-Präsidentin Nina Schläfli erklärte die Reform-Notwendigkeit so: «Ein desolates Rentensystem, welches die Folge wäre, wenn wir Nein sagen, rückte uns noch viel weiter weg von gesicherten Renten für unsere Generation.» Auch könne sie den von den Gegnern heraufbeschworenen Generationenkonflikt beziehungsweise das Ausspielen von Alt gegen Jung nicht nachvollziehen.

Grüne bejubeln einen «historischen Schritt»

Die Präsidentin des Thurgauer Gewerkschaftsbundes und SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher taxierte die Zusatzfinanzierung als «ausgewogen», da sie das heutige gesetzliche Rentenniveau sichere und keine Abbauvorlage sei. Es sei nicht zuletzt dem Druck der Gewerkschaften zu verdanken, dass sich nun der Bund stärker an der Finanzierung der AHV beteilige, betonte die Bundesparlamentarierin. Es freue sie, dass nun im «Mischpaket» zum einen die AHV-Renten erhöht und die Renten bei Teilzeitarbeit verbessert würden; von Letzterem dürften insbesondere viele Frauen profitieren.

Kurt Egger, Präsident Grüne Thurgau und Kantonsrat, strich heraus, dass die Grünen Ja sagen, weil «das Leistungsniveau der AHV gesichert wird». Die Höhe der Leistungen könne «beibehalten, teilweise sogar verbessert» werden, was für seine Partei ein «ganz wesentlicher Aspekt» sei, um der Reform zuzustimmen. Bei einem Ja erhalten Neurentner ab 2019 tatsächlich 70 Franken monatlich mehr. «Diese Erhöhung ist ein historischer Schritt, den wir Grünen aber schon lange verlangt haben. Davon dürften besonders Frauen profitieren, da sie oft keine andere Altersversorgung haben.»

Christof Lampart

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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