Parlieren in lockerer Atmosphäre

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Temperamentvoll: Der italienische Tisch mit Moderatorin Teresa Abbruzzo (Mitte) war am besten besucht. (Bild: Ernst Hunkeler)

Temperamentvoll: Der italienische Tisch mit Moderatorin Teresa Abbruzzo (Mitte) war am besten besucht. (Bild: Ernst Hunkeler)

DiessenhofenImmer am ersten Donnerstagabend des Monats schwirrt mehrsprachiges Vokabular durch die Kulturbeiz Leue. Die Tradition des Sprachenkaffees hat vor fünf Jahren Vre Piatti, Präsidentin der Genossenschaft «wohnen plus», die den «Leue» betreibt, ins Leben gerufen.

Wegen des warmen Wetters kamen zwar «nur» 20 Leute zusammen, doch sie genossen den Abend auf Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch. Während Margareta und Stefan Sauter als Gastgeber fungierten und für das leibliche Wohl sorgten, schwirrten Wortfetzen in vier Sprachen durch die Räume – ausgehend von den sprachlichen Lagern, die sich um vier separate Tische scharten.

Zahlenmässig am grössten war die Gruppe, die unter der Leitung von Teresa Abbruzzo italienisch parlierte. Insgesamt sieben Leute sassen mit der gebürtigen Kalabrierin am Tisch, wobei auch diese Prima inter Pares in ihrer Muttersprache moderierte. Die Stimmung in der Gruppe war ausgesprochen locker und damit die beste Voraussetzung für ungezwungenes Lernen. Gesprochen wird in der gewählten Fremdsprache – oder zur Not auch mal auf Deutsch – über Themen wie Politik oder Zufälliges.

Die sprachlichen Rucksäcke der Teilnehmer sind naturgemäss unterschiedlich gefüllt, wobei dies kaum auffällt: Jeder spricht auf seinem Level, bekommt Hilfe und Motivation. In der Regel ist es der Wunsch, eine einst gelernte Fremdsprache aufzufrischen, den die Teilnehmer in den «Leue» führt – und dies zum Teil von weit her. Zwar stammen die meisten aus Diessenhofen, doch Frauenfeld ist ebenso wie Schaffhausen und die Zürcher Nachbarschaft vertreten. Sie kämen, weil sie sich wohl fühlten, genössen die zwei Stunden und profitierten erst noch davon. (hun)