Paktiert GLP mit Links?

FRAUENFELD. Die GLP will ihren Nationalratssitz verteidigen. Das bekräftigte gestern Präsident Stefan Leuthold. Wie sie den Sitz von Nationalrat Thomas Böhni retten will, ist aber offen. Die Partei prüfe die Optionen, sagt Leuthold.

Christof Widmer
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FRAUENFELD. Die GLP will ihren Nationalratssitz verteidigen. Das bekräftigte gestern Präsident Stefan Leuthold. Wie sie den Sitz von Nationalrat Thomas Böhni retten will, ist aber offen. Die Partei prüfe die Optionen, sagt Leuthold. Er bestätigt, dass dazu auch eine Listenverbindung mit SP und Grünen gehört. Auch SP-Präsidentin Barbara Kern erklärt, dass Gespräche zwischen ihr und der GLP stattfinden. Ihr sei es ein Anliegen, den «grünen» Sitz von Böhni zu erhalten, sagt Kern. Dafür bestünden nach ihren Berechnungen in einer Allianz zwischen SP, GP und GLP Chancen. Ob ein solcher zweiter linker Sitz an die GLP oder die Grünen ginge, ist aber offen.

Aus gut informierten Kreisen ist zu vernehmen, dass in der GLP um die Listenverbindung ein Machtkampf stattfindet. Für bürgerlich orientierte Mitglieder wäre die Teilnahme an einer Linksallianz ein Graus. Parteipräsident Leuthold sagte gestern, dass auch ein Anschluss an die Liste von CVP, FDP, EVP und BDP eine Option für die Grünliberalen wäre. Für die GLP sei es ein Jahr vor den Wahlen noch zu früh, um einen Entscheid zu fällen. (wid)