Osteuropäer statt Deutsche

FRAUENFELD. Bei den Zulassungsgesuchen von Ärzten gibt es im Thurgau dieses Jahr einen «markanten Anstieg» aus dem nichtdeutschsprachigen Raum. Der Regierungsrat bestätigt in der Antwort auf eine Anfrage von Jürg Wiesli (SVP, Dozwil), dass vermehrt osteuropäische anstelle deutscher Ärzte kommen.

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FRAUENFELD. Bei den Zulassungsgesuchen von Ärzten gibt es im Thurgau dieses Jahr einen «markanten Anstieg» aus dem nichtdeutschsprachigen Raum. Der Regierungsrat bestätigt in der Antwort auf eine Anfrage von Jürg Wiesli (SVP, Dozwil), dass vermehrt osteuropäische anstelle deutscher Ärzte kommen. Ende 2013 waren 408 Ausländer unter den 735 Ärzten an Thurgauer Spitälern. Der Ausländeranteil von 55 Prozent hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Der Anteil der Deutschen ist jedoch seit 2010 von 48,8 auf 45 Prozent zurückgegangen. Der Regierungsrat hält es für wichtig, dass die Ärzte Deutsch sprechen und Mundart verstehen. Auch die Spital Thurgau AG achte darauf. Ab 2016 werde die Sprachkompetenz formell Voraussetzung für die kantonale Bewilligung. Damit mehr Schweizer ausgebildet werden, kann der Thurgau als Nicht-Hochschulkanton laut Regierungsrat wenig tun. Er weist daraufhin, dass ein Thurgauer Medizinstudent seinen Heimatkanton jährlich zwischen 25 700 und 51 400 Franken kostet. Trotzdem gebe es keine Gewähr, dass die Ärzte nach ihrer Ausbildung in den Thurgau zurückkehrten. (wu)