Optimistische Stationshalter

Die IG Stationshalter Schweiz traf sich in Frauenfeld zu ihrer ersten Generalversammlung.

Mario Tosato
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FRAUENFELD. Der Schock war gross gewesen, als die SBB den Vertriebsvertrag mit den privaten Stationshaltern gekündigt hatten. Die Stationshalter hätten eine Provisionskürzung von bis zu 50 Prozent hinnehmen müssen. Daraufhin wurde die Interessengemeinschaft Stationshalter Schweiz (IGSS) gegründet. Am Samstag hielt sie im Brauhaus Sternen in Frauenfeld ihre erste Generalversammlung ab.

Neuer Vertrag ausgehandelt

Just ein Jahr nach der Kündigung des Vertriebsvertrags der SBB AG an die Stationshalter konnte den einzelnen privaten Bahnhofsbetreibern ein neuer Vertrag zur gegenseitigen Unterzeichnung vorgelegt werden. Wie der St. Galler Nationalrat Jakob Büchler sagte, war dies möglich dank dem Einsatz der rund 50 IGSS-Mitglieder sowie Ständerat Claude Janiak, Nationalrätin Daniela Schneeberger und dem verstorbenen Nationalrat Otto Ineichen.

Inzwischen sind auch die zum Teil entscheidenden Details bearbeitet und klar formuliert. So einigte man sich im neuen Vertrag auf eine weitere Zusammenarbeit von fünf Jahren und verabschiedete Rahmenbedingungen, die für beide Seiten gute Perspektiven enthalten.

Provision ausgehandelt

Vorstandsmitglied Vreni Züger ist seit 12 Jahren Stationshalterin in Islikon. Nach ihrer Meinung können die Stationshalter nur dank der Gründung der IGGS überleben. In den Verhandlungen hätten bessere Bedingungen für die Stationshalter ausgehandelt werden können. Für die ersten drei Jahre wurde eine Provisionszusicherung – wie sie 2009 erfolgte – ausgehandelt.

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