Opfer entschädigen

Der Bund will die Opfer von Zwangsversorgungen entschädigen. Ein neues Gesetz über die Rehabilitierung sieht einen Betrag von 300 Millionen Franken vor. Das Parlament muss den Erlass noch behandeln. Er ist ein indirekter Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungs-Initiative.

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Der Bund will die Opfer von Zwangsversorgungen entschädigen. Ein neues Gesetz über die Rehabilitierung sieht einen Betrag von 300 Millionen Franken vor. Das Parlament muss den Erlass noch behandeln. Er ist ein indirekter Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungs-Initiative. Dieser von Guido Fluri lancierte Vorstoss verlangt 500 Millionen Franken Entschädigung. Die Zahl der noch lebenden Opfer wird auf 15 000 bis 20 000 geschätzt. Historiker sollen die Akten sichten und das düstere Kapitel Sozialgeschichte aufarbeiten. Mit der Publikation des Forschungsberichts von Sybille Knecht hat der Kanton St. Gallen einen ersten Schritt getan. Laut Stefan Gemperli, Chef des Staatsarchivs, ist die Sicherung der Dokumente im Gang. Bis jetzt meldeten sich 38 Betroffene, die ihre Akten suchten. (rh)