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ONLINESICHERHEIT: «Das Internet vergisst nie»

Die Digitalisierung hat die Klassenzimmer erreicht. Nicht ohne Risiken und Gefahren. Denn: Cybermobbing wird immer mehr zum Thema. Auch die Kantonspolizei ist in die Aufklärungsarbeit involviert.
Rossella Blattmann
Cybermobbing ist für Thurgauer Kinder und Jugendliche manchmal belastend. (Bild: Fotolia)

Cybermobbing ist für Thurgauer Kinder und Jugendliche manchmal belastend. (Bild: Fotolia)

Rossella Blattmann

rossella.blattmann@thurgauerzeitung.ch

Cybermobbing im Klassenzimmer? Auch im Thurgau? Ja. Für Schülerinnen und Schüler gehören Handys immer mehr zum Alltag, auch im Schulzimmer. Diese Entwicklung bringt nicht nur Positives mit sich. Fälle von Onlinemobbing und Handymissbrauch häufen sich. Das hat auch die Kantonspolizei Thurgau auf den Plan gerufen. Sie ist an diversen Schulen im ganzen Kanton unterwegs und leistet Aufklärungsarbeit.

Nicht nur an Sekundarschulen

Daniel Meili, Mediensprecher und Präventionsbeauftragter der Kantonspolizei Thurgau, hält an verschiedenen Schulen im ganzen Kanton Vorträge zum Thema Onlinesicherheit. So auch an der Primarschule in Matzingen. Schulleiter Michael Bachmann sagt: «Daniel Meili hat mit den Fünft- und Sechstklässlern gearbeitet, und zusammen mit unserer Schulsozialarbeiterin in den Klassen einen Input zum Thema Onlinesicherheit gemacht.» Auch wenn gemäss Informationsblatt der Kantonspolizei Thurgau das Zielpublikum der Vorträge idealerweise Sekundarschüler sind: Das Matzinger Beispiel zeigt, dass bereits bei elf- und zwölfjährigen Jungen und Mädchen Aufklärungsbedarf besteht. 2017 hat Meili auf Einladung an Schulen aller Altersstufen im ganzen Thurgau rund 50 Vorträge zum Thema Onlinesicherheit gehalten. Dabei gehe es vor allem um zwei Punkte, sagt er: «Erstens: Die Schüler sollen wissen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Das Gesetz gilt sowohl offline wie auch online.» Der zweite Schwerpunkt liege auf den Risiken und Gefahren. Im Umgang mit Smartphones, Apps und allgemein dem Internet fehle Jugendlichen oft ein Gefahrenbewusstsein. «Auch online lauern Gefahren», betont Meili. So sei es keine gute Idee, dem «Schatz» ohne gross darüber nachzudenken, via Chat ein Nacktbild zu senden. Denn: «Das Internet vergisst nie.» Was einmal online war, das bleibe auch dort, sagt er.

Onlinemobbing in Whatsapp-Chats

Der Matzinger Schulleiter Michael Bachmann sagt, dass wenn es an seiner Schule Probleme mit Handys gegeben hätte, es sich meistens um Fälle von Onlinemobbing in Whatsapp-Chats gehandelt habe.

«Es kam vor, dass ein Kind absichtlich nicht in einen Gruppenchat eingeladen wurde, und sich dadurch ausgeschlossen fühlte», sagt Bachmann. «Hier appellieren wir immer auch an die Eltern, die Handys ihrer Kinder regelmässig anzuschauen und bei Bedarf einzugreifen.» Die Schule würde keine Smartphones kontrollieren, das sei Aufgabe der Eltern, sagt Schulleiter Bachmann. Ob ein Kind online oder im realen Leben gemein zu anderen Kindern sei, mache keinen Unterschied. Es solle nicht vorkommen und müsse durch die Eltern – oder je nach Situation –von der Schule angesprochen werden, betont er.

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