«Ombudsstelle wäre dringend nötig»

FRAUENFELD. Nun wurde schon ein zweiter Fall bekannt, in dem ein ehemaliger Lehrer erfolgreich gegen das Frauenfelder Bildungszentrum für Technik (BZT) geklagt hat (TZ von gestern). SP-Kantonsrat Peter Gubser findet, dieser Fall zeige einmal mehr, dass der Arbeitnehmer am kürzeren Hebel sitze.

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FRAUENFELD. Nun wurde schon ein zweiter Fall bekannt, in dem ein ehemaliger Lehrer erfolgreich gegen das Frauenfelder Bildungszentrum für Technik (BZT) geklagt hat (TZ von gestern). SP-Kantonsrat Peter Gubser findet, dieser Fall zeige einmal mehr, dass der Arbeitnehmer am kürzeren Hebel sitze. Der schliesslich erfolgreiche Lehrer hat seinen Job an dieser Schule verloren. «Das ist ein deutlicher Fingerzeig ans Departement, dass zu wenig hingeschaut wurde», sagt Gubser. «Reklamationen wurden immer auf die lange Bank geschoben.» Solche Angelegenheiten müssten ernster genommen werden.

Dieser Vorfall zeige einmal mehr, dass die Einführung einer Ombudsstelle dringend wäre. Gubser hatte zusammen mit der grünen Kantonsrätin Silvia Schwyter im Mai 2011 in einer Motion die Schaffung einer kantonalen Ombudsstelle im Thurgau gefordert. Die Regierung lehnte die Motion ab. Der Thurgau habe nicht die erforderliche Mindestgrösse für eine Ombudsstelle, und zudem stünden sogar Mitglieder des Regierungsrats für persönliche Besprechungen zur Verfügung. Die Motion war mit 75 zu 33 Stimmen für nicht erheblich erklärt worden.

«Lehrerschaft jetzt zufrieden»

BDP-Kantonsrat Roland A. Huber hatte 2012 eine Einfache Anfrage an den Thurgauer Regierungsrat gestellt wegen der Probleme um den damaligen Rektor des BZT, Robert Schmid. Als Mitglied der Subkommission des Departements für Erziehung und Kultur (DEK) erhielt Huber darüber hinaus vertiefte Einblicke ins Innere der Schule. Die Situation sei damals «unbefriedigend» gewesen, sagte Huber gestern auf Anfrage der Thurgauer Zeitung, 2012 und 2013 hätten die vom DEK getroffenen Massnahmen allerdings gefruchtet. Die Stimmung in der Lehrerschaft sei heute spürbar besser. Schmid habe sich danach auf seinen Job als Lehrer konzentriert, und die neue Führungsstruktur habe sich im Schulalltag bewährt. (che)

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