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OLMA-GASTKANTON: Das nächste Mal ist der Thurgau dran

Am grossen Umzug präsentierte sich am Samstag Ehrengast Liechtenstein den Olma-Besuchern. In einem Jahr ist der Kanton Thurgau eingeladen. Rund 1,5 Millionen Franken wird der Auftritt kosten. Das OK sieht sich im Zeitplan.
Christof Lampart
Tag des Ehrengastes: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein am Olma-Umzug zwischen Landtagspräsident Albert Frick (links) und Regierungschef Adrian Hasler. (Bild: Ralph Ribi)

Tag des Ehrengastes: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein am Olma-Umzug zwischen Landtagspräsident Albert Frick (links) und Regierungschef Adrian Hasler. (Bild: Ralph Ribi)

Unruhige Nächte verbringt der fürs operative Geschäft zuständige Werner Dickenmann gegenwärtig keine. Der ehemalige Frauenfelder Stadtrat und Kantonsrat (SVP) weiss als einstiger Vize-OK-Präsident des eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2010 in Frauenfeld, «wie der Hase läuft». Stand heute könnte er nicht zufriedener sein: «Die Leute fürs OK sind zusammen und haben schon einiges an Arbeit geleistet. Wir sind ständig am Tun», erklärt Dickenmann.

Im Mai werden die Pläne präsentiert

Ja, die Macher des Thurgauer Olma-Auftritts von 2017 sind in ihrer Planung bereits so weit, dass «wir im November dem Lenkungsausschuss unser Konzept und unser Budget präsentieren werden». Deshalb will Dickenmann heute auch keine Ideen oder gar konkrete Projekte verraten. «Zuerst werden wir dem Lenkungsausschuss, der unter der Leitung von Regierungsrat Walter Schönholzer steht, unsere Ideen erklären. Danach werden wir an den Details feilen und die genauen Pläne dann im Mai 2017 an einer Medienkonferenz präsentieren», erläutert Werner Dickenmann.

Obwohl der Vorsitz der Lenkungsgruppe in den vergangenen Monaten vom jetzigen alt Regierungsrat Kaspar Schläpfer (FDP) zu seinem Parteikollegen und Amtsnachfolger Walter Schönholzer wechselte, ist dies für das Fortkommen des Projekts keinesfalls hinderlich. «Walter Schönholzer hat sich ganz toll ins Projekt eingelesen und eingearbeitet», lobt Dickenmann.

Erst die Taten, dann die Worte

Im Anschluss an die Präsentation im Mai 2017 gelte es «den Spannungsbogen bis zum 12. Oktober 2017 langsam aufzubauen und hochzuhalten», so Dickenmann. An dem Datum wird die 75. Olma eröffnet werden. Schon jetzt mit dem Programm werbemässig in die Offensive zu gehen, davon hält Werner Dickenmann überhaupt nichts: «Wir Thurgauer schaffen gerne erst einmal und gleisen alles so auf, dass es möglichst ein Erfolg wird. Wenn wir dann die selbstgesteckten Ziele übertreffen, so ist dies sicherlich besser als im umgekehrten Fall», erklärt der Frauenfelder.

Gestaltet wird die Thurgauer Olma-Kampagne von der Werbeagentur Koch Kommunikation aus Frauenfeld, die die Ausschreibung gewann. Auch wenn Dickenmann noch keine Details verrät, in welche Richtung es gehen soll, lässt er immerhin durchschimmern: «Uns ist wichtig, dass der ganze Kanton sich im Auftritt wiederfindet. Also auch beispielsweise Diessenhofen.»

Die Messlatte liegt hoch

Dass es der Thurgau als Nachbarkanton schwieriger haben dürfte, in St.Gallen mit Neuem zu glänzen oder sogar eine unbekannte Seite zu offenbaren, dessen ist sich Dickenmann durchaus bewusst. «Das ist schon eine grosse Herausforderung für uns, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden.» Bei diesem Vorhaben kann das OK nicht nur auf viel Hilfe von Kanton, Vereinen und Verbänden zählen, sondern auch auf «einen sehr guten Support durch die Olma-Messen». Letzteres vor allem, wenn es darum geht, den Olma-Umzug des Gastkantons zusammenzustellen. «Mehr als 35 Nummern sollte er nicht umfassen», weiss Dickenmann.

Dass die Messlatte für den nächstjährigen Auftritt ziemlich hoch liegt, haben die Thurgauer jedoch praktisch selbst «verschuldet». Denn beim letzten Thurgauer Auftritt als Olma-Gastkanton im Jahr 1998, der unter dem Motto «Aussen Grün. Innen Thurgau» stand, konnte auf originelle Art und sympathische Weise das Bild eines selbstbewussten Kantons in den Köpfen der Besucher der grössten Schweizer Publikumsmesse verankert werden. «Daran wollen wir jetzt anknüpfen», sagt Werner Dickenmann.

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