OK-Mitglied und Helfer müssen wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

FRAUENFELD. Der Tod einer Helferin bei Aufräumarbeiten nach dem Open Air Frauenfeld von 2012 hat strafrechtliche Folgen. Ein OK-Mitglied und ein Helfer werden sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Bezirksgericht Frauenfeld verantworten müssen.

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Polizisten inspizieren nach dem Tod der Helferin das Gelände auf der Grossen Allmend. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Polizisten inspizieren nach dem Tod der Helferin das Gelände auf der Grossen Allmend. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Die Angeklagten hätten die Abbauarbeiten trotz Unwetterwarnung nicht unterbrochen, sagte Stefan Haffter, Sprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft, am Freitagmittag im Ostschweizer Regionaljournal von Radio SRF. Deshalb müsse das Gericht klären, ob sie für den Tod der jungen Frau verantwortlich seien.

Beim Aufräumen nach dem Open Air auf der Grossen Allmend am 10. Juli 2012 hatte ein Unwetter mehrere Zelte aus der Verankerung gerissen. Herumfliegende Teile trafen eine 24-jährige Helferin, die in einem der Zelte Schutz vor dem Gewitter gesucht hatte.

Die Frau wurde schwer verletzt und starb später im Spital. Ein 21-jähriger Helfer, der sich ebenfalls im Zelt befunden hatte, überlebte schwer verletzt. (sda)