«Ohne Wissen gibt es kein Können»

WEINFELDEN. Auf dem Weg zum Lehrplan 21 Volksschule Thurgau haben die rund 130 Thurgauer Schulleiterinnen und -leiter in Weinfelden eine Weiterbildung über das «Lern- und Unterrichtsverständnis» des neuen Lehrplans besucht.

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Kurt Reusser Professor für Pädagogik und Didaktik an der Uni Zürich (Bild: pd)

Kurt Reusser Professor für Pädagogik und Didaktik an der Uni Zürich (Bild: pd)

WEINFELDEN. Auf dem Weg zum Lehrplan 21 Volksschule Thurgau haben die rund 130 Thurgauer Schulleiterinnen und -leiter in Weinfelden eine Weiterbildung über das «Lern- und Unterrichtsverständnis» des neuen Lehrplans besucht. Wie das Amt für Volksschule mitteilte, wurde das Weiterbildungsmodul von Sandra Bachmann, Gesamtprojektleiterin Lehrplan 21 im Thurgau, eröffnet.

Ohne Wissen keine Kompetenz

Zur Kompetenzorientierung als Leitbegriff des Lehrplans 21 gestaltete Kurt Reusser, der Leiter des Lehrstuhls für Pädagogische Psychologie und Didaktik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich, den Vormittag. Als Präsident des Fachbeirats hat Reusser die Entwicklung und Erarbeitung des neuen Lehrplans mitgeprägt. Eine der Botschaften in seinen Ausführungen war, dass Wissen und Kompetenz keine Gegensätze darstellen. «Ohne Wissen gibt es kein Können», betonte er. Wissensbildung müsse aber über das blosse Durchnehmen von Stoffinhalten hinausgehen. Am Schluss des Unterrichts sollten sich Lehrpersonen nicht nur fragen, ob sie den Stoff «durchgebracht», sondern ob die Schülerinnen und Schüler das Gelernte verstanden haben und anwenden können – oder eben: kapiert haben. Dieses Ziel wird in vielen Schulzimmern schon seit Jahren verfolgt und dürfte deswegen viele Lehrpersonen in ihrer Arbeit bestärken.

Planungshilfe für die Praxis

Am Nachmittag stellten Stephan Nänny von der Pädagogischen Hochschule Thurgau und Xavier Monn vom Amt für Volksschule eine Planungshilfe vor, wie Aufgaben in einer Unterrichtseinheit in eine sinnvolle Abfolge gebracht werden können, damit sie den Lernprozess und Aufbau von Kompetenzen optimal unterstützen. An konkreten Praxisbeispielen zum Thema Fabeln erprobten die anwesenden Schulleiterinnen und -leiter das Prozessmodell. (red.)