Oh mein Gott, diese Musik!

Er kann sich vor Begeisterung kaum wieder fassen. «Oh my god!», ist vom quietschfidelen Roman Schwaller immer wieder zu hören. «Oh my god, was für Besetzungen.

Mathias Frei
Merken
Drucken
Teilen
Musiker Klaus Koenig lässt sich von Roman Schwaller, dem künstlerischen Leiter des «Generations», die einzelnen CDs erklären. (Bild: Mathias Frei)

Musiker Klaus Koenig lässt sich von Roman Schwaller, dem künstlerischen Leiter des «Generations», die einzelnen CDs erklären. (Bild: Mathias Frei)

Er kann sich vor Begeisterung kaum wieder fassen. «Oh my god!», ist vom quietschfidelen Roman Schwaller immer wieder zu hören. «Oh my god, was für Besetzungen.» Der künstlerische Leiter des Jazzfestival «Generations», das noch bis übermorgen Samstag andauert, geht die Musik-Compilations der vergangenen «Generations»-Ausgaben durch – von 1998 bis 2012, jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Kein Restposten-Verkauf

Im Archiv des Festivals waren CDs, Poster und auch Ringbücher mit Konzertbildern des Frauenfelder Regisseurs und Fotografen Fritz Kappeler eingelagert. «Nun möchten wir aufräumen», erklärt Schwaller. Alles muss raus, für gerade mal einen Fünfliber pro Stück. Es ist aber mitnichten ein Restposten-Verkauf. «Da kommen sofort Erinnerungen auf», stellt Schwaller fest. Erinnerungen, die er an diesem Mittag im Festivalbüro im Kanti-Neubau spontan mit Klaus Koenig teilt, der in den vergangenen Tagen mit seinem Trio die Eisenbeiz bespielt hat.

Er könnte sich nicht entscheiden, welche der CDs er auf die berühmte einsame Insel mitnehmen sollte, sagt Schwaller. Dann hält er die 2000er-CD in Händen: «Eines meiner besten Soli ever, zusammen mit Dusco Goykovich.»

«In love» mit dem Saxophon

Damals sei er völlig «in love» gewesen mit seinem Selmer-Saxophon. Das gute Stück mit Jahrgang 1950 hatte er grad neu. «Aber die beste <Generations>-CD ist von 2004.» Dank der besten Big-Band-Besetzung aller Zeiten. «A tribute to Thad Jones» war damals das Thema.

CDs, Poster im A3- und A4-Format sowie Foto-Ringbücher: pro Stück fünf Franken. Zu kaufen im Festivalbüro im Kanti-Neubau bis morgen Freitag, 10 bis 12 Uhr/13 bis 16 Uhr. Danach: ursula.bollack@bluewin.ch oder 052 720 97 56