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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Schmalspurbahn hat Grosses vor

Der Ausbau der Frauenfeld-Wil-Bahn geniesst beim Bund hohe Priorität. Die Massnahme habe ein günstiges Verhältnis von Kosten und Nutzen, heisst es in Bern.
Sebastian Keller
Für einen Viertelstundentakt benötigt die Frauenfeld–Wil-Bahn drei Kreuzungsstellen. Hier in Lüdem, zwischen Frauenfeld und Matzingen, soll mit deren Bau im Herbst 2018 begonnen werden. (Bild: Donato Caspari)

Für einen Viertelstundentakt benötigt die Frauenfeld–Wil-Bahn drei Kreuzungsstellen. Hier in Lüdem, zwischen Frauenfeld und Matzingen, soll mit deren Bau im Herbst 2018 begonnen werden. (Bild: Donato Caspari)

Sebastian Keller

sebastian.keller@thurgauerzeitung.ch

Ein Ostschweizer Anliegen steht in Bern oben auf der Prioritätenliste. Und zwar der Viertelstundentakt auf der Bahnlinie Frauenfeld–Wil. Heute fahren die Züge durchs Murgtal halbstündlich. Laut einer Liste des Bundesamtes für Verkehr (BAV) ist eine Taktverdichtung samt neuer Haltestelle «Wil West» im Ausbauschritt 2030/35 vorgesehen. Notabene als einzige Massnahme bei Privatbahnen in der Ostschweiz. Der Ausbau wird in zwei Varianten geplant – eine für sieben, eine für zwölf Milliarden Franken. Ist mehr Geld da, fällt der Ausbau üppiger aus. Der Viertelstundentakt auf der Ostschweizer Schmalspurstrecke sollte auch realisiert werden, wenn nur weniger Geld verfügbar ist. Das bestätigt BAV-Sprecher Gregor Saladin. Er betont aber, dass es sich bei der Liste erst um einen Zwischenstand handelt; definitiv ist noch nichts.

Erstmals ist auch eine Kostenschätzung zu erfahren: Rund 24 Millionen Franken dürften die Infrastrukturbauten zwischen Frauenfeld und Wil kosten. Damit weist die Taktverdichtung ein «günstiges Verhältnis von Kosten und Nutzen» aus.

Keine weiteren Kosten für die Kantone

«Der Ausbauschritt 2030/35 wird vollumfänglich aus dem Bahninfrastrukturfonds bezahlt», sagt Saladin. Weitere Kosten für die Kantone fallen nicht an. Seit Januar 2016 werden Betrieb, Unterhalt, Erneuerung und Modernisierung und weitere Ausbauten mit Geld aus diesem Fonds bezahlt. Dieser wird aus mehreren Quellen gespiesen, etwa aus der LSVA, der Mehrwertsteuer sowie von Bund und Kantonen. Der Thurgau hat 2016 17 Millionen in den Fonds bezahlt; St. Gallen hatte für dasselbe Jahr 33 Millionen budgetiert.

Die hohe Priorisierung des Bundes deckt sich mit jener der Planungsregion Ostschweiz. Die- se hatte den Ausbau im Murgtal mit einer hohen Priorität versehen nach Bern geschickt. In der Begründung heisst es, dass ein höherer Takt notwendig sei, um gute Anschlüsse in Frauenfeld und Wil wiederherzustellen. Dieses Wiederherstellen bezieht sich auf eine Anpassung, die in der Zukunft liegt. Mit dem Fahrplan 2019 ändern sich die Abfahrtszeiten der Fernverkehrszüge in Frauenfeld und Wil.

Die Frauenfeld-Wil-Bahn hat mit der Planung bereits begonnen. Die Ingenieure haben ausgerechnet, dass die Züge für eine Taktverdichtung dreimal kreuzen müssen – in Münchwilen Pflegeheim, Jakobstal und Lüdem. Zuerst soll eine Kreuzungsstelle in Lüdem gebaut werden. «Wir haben mit der Ausarbeitung des Plangenehmigungsgesuchs begonnen», sagt Sprecher Alexander Liniger zum aktuellen Stand. Eine Plangenehmigung heisst eine Baubewilligung bei Bauten für den öffentlichen Verkehr; Bewilligungsbehörde ist das BAV.

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