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OBERWANGEN: Trotz aller Liebe zur Geografie

Timo Gimmi durfte als einer von vier Schweizern an der Geografie-Olympiade teilnehmen. Für eine Medaille hat es nicht gereicht, trotzdem konnte der 18-Jährige viel von diesem Erlebnis mitnehmen.
Miranda Diggelmann
Timo Gimmi bei sich zu Hause. Der Student interessiert sich nicht nur für Geografie, sondern vor allem auch für Physik und Chemie. Sein Studium in Materialwissenschaften enthält beide Fächer. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Timo Gimmi bei sich zu Hause. Der Student interessiert sich nicht nur für Geografie, sondern vor allem auch für Physik und Chemie. Sein Studium in Materialwissenschaften enthält beide Fächer. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@ thurgauerzeitung.ch

«Eigentlich war es mein Geografielehrer an der Kanti Wil, Markus Frei, der mein Interesse an Geografie geweckt hat», sagt der 18-jährige Timo Gimmi. Davor hätte sich der Oberwangener kaum für dieses Themenfeld interessiert. Frei sei jedoch ein äusserst motivierter junger Lehrer, der mit tollen Medien arbeite. In der dritten Kanti hat er seinen Schülern die Teilnahme an einem Geografie-Multiple-Choice-Test ermöglicht.

Auch Timo Gimmi hat daran teilgenommen – und dabei so gut abgeschnitten, dass er letztes Jahr als einer der 20 besten Schweizer in ein Sommercamp im Aargau eingeladen wurde.

Der lange Weg zur Olympiade

Im Sommercamp wurden die Schüler vor allem mit dem Geoinformationssystem (GIS) vertraut gemacht. Im darauffolgenden Herbst fand eine weitere Ausleserunde statt, wo die Prüfungen erstmals jenen glichen, die an der Geografie-Olympiade abgenommen werden: eine schriftliche Prüfung, ein Mul- tiple-Choice-Test und eine Feldarbeit. Die besten vier Schweizer wurden schliesslich an die internationale Geografie-Olympiade nach Belgrad eingeladen – und Timo Gimmi war erneut einer von ihnen.

Vom 2. bis 8. August fand die Geografie-Olympiade in Serbien statt. «An vier der sechs Tage fanden die Prüfungen statt. Das war schon ziemlich anstrengend», erzählt Timo Gimmi. Wirklich leicht sei ihm keine der Aufgaben gefallen. «Jede Teilaufgabe war anspruchsvoll», sagt er. So habe er vereinzelt Flüchtigkeits- oder Überlegungsfehler gemacht, weshalb es für den 18-jährigen Hinterthurgauer nicht für eine Medaille gereicht hat. Trotzdem konnte er den 98. von rund 200 Plätzen belegen. «Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Und ja, das sagen alle, aber schliesslich ist es das Erlebnis, das zählt», sagt er. Das beste am Ausflug in das slawische Land seien die vielen Bekanntschaften gewesen, die Timo Gimmi machen durfte. «Das waren alles sehr offene Leute, mit denen man über alles Mögliche spricht. So lernt man viele neue Sichtweisen kennen.»

Diesen Sommer hat Timo Gimmi die Matura mit Hauptfach Mathematik/Physik abgeschlossen. Geografie war eines seiner liebsten Schulfächer, so Gimmi. «Geografie half mir, ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Raum und Mensch zu erlangen», sagt er. So könne er heute viel besser Entwicklungen in der Gesellschaft wahrnehmen und verstehen, ja vielleicht sogar vorhersagen.

Trotz aller Liebe zur Geografie beginnt Gimmi im September ein anderes Studium: Materialwissenschaften an der ETH Zürich. «Meine Faszination für Chemie und Physik ist schlichtweg noch grösser», sagt Gimmi. In den Materialwissenschaften habe er ein Studium gefunden, in dem sich beide Fächer kombinieren lassen.

Nicht sein erster Wettbewerb

Vorerst will sich Gimmi auf sein Studium konzentrieren. Ob die Geo-Olympiade sein letzter Wettbewerb gewesen ist, kann er deshalb nicht sagen. Dass es aber nicht sein einziger war, steht fest, denn der 18-Jährige hat Anfang dieses Jahres bereits an der Schweizer Biologie-Olympiade teilgenommen, bei welcher er sich den 18. Platz von insgesamt 1300 Teilnehmern ergattern konnte – nicht nur ein Geografie-Crack, wie sich herausstellt.

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