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OBERWANGEN: Deutliches Nein zu Jugendkonzept

Das Angebot der Dorfvereine genügt den Jugendlichen, sind die Fischinger Stimmbürger überzeugt. Der Antrag zur Ausarbeitung eines Kinder- und Jugendförderkonzeptes bleibt an der Gemeindeversammlung deshalb chancenlos.
Rudolf Steiner
Mitinitiant Matthias Volkart vertritt an der Fischinger Gemeindeversammlung seinen Antrag für ein Jugendkonzept. (Bild: Rudolf Steiner)

Mitinitiant Matthias Volkart vertritt an der Fischinger Gemeindeversammlung seinen Antrag für ein Jugendkonzept. (Bild: Rudolf Steiner)

OBERWANGEN. Äusserst ruhig und ohne Diskussionen verlief die Fischinger Gemeindeversammlung nur am Anfang. So segneten die 77 Stimmberechtigten die Rechnung 2015 (siehe Box) mit einem Defizit von 244 000 Franken diskussionslos ab und sagten mit 74 Stimmen auch deutlich Ja zur Einbürgerung einer portugiesischen Familie, die seit bald 20 Jahren in Fischingen wohnt.

Von Bürgergruppe gefordert

Ebenso deutlich fiel die Zustimmung zum Kreditantrag von 58 000 Franken für die Anschaffung eines Zugfahrzeuges für die Feuerwehr aus, die vom Feuerschutzamt des Kantons noch zusätzlich mit 30 Prozent subventioniert wird. Diskussionen löste zum Schluss der von einer freien Bürgergruppe dem Gemeinderat rechtzeitig vor der Gemeindeversammlung schriftlich eingereichte Antrag zur Ausarbeitung eines Kinder- und Jugendförderkonzeptes aus.

Die beiden Hauptinitianten, Matthias Kreier und Matthias Volkart, argumentierten damit, dass mehrere Nachbargemeinden von Fischingen bereits über derartige Konzepte verfügten und damit gute Erfahrungen gemacht hätten. Und sie verwiesen auch auf das im Jahre 2014 vom Kanton ausgearbeitete Konzept für die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. In diesen Richtlinien schreibt der Kanton konkret und ausführlich: «Das Ziel der Kinder- und Jugendpolitik ist: Das Wohlergehen und die soziale Integration aller Kinder und Jugendlichen mittels öffentlicher Tätigkeiten, Massnahmen und Einrichtungen zu gewährleisten, um so die Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern und ihren Interessen und Bedürfnissen gerecht zu werden, unabhängig von Geschlecht, sozialer Zugehörigkeit, Herkunft oder Behinderung.» In der anschliessenden Diskussion waren die Votanten mehrheitlich der Ansicht, dass das aktuelle Angebot – vor allen der Dorfvereine – in der Gemeinde für die Jugendlichen gross und breit genug sei, und zudem mit der Annahme des Antrags zusätzliche, vermeidbare Kosten entstünden. Trotz des eindringlichen Appells der Antragsteller – «Eigentlich spricht nichts dagegen, diesen Antrag anzunehmen» – waren dann in der Abstimmung 47 Stimmberechtigte dagegen, 14 enthielten sich der Stimme und nur 14 stimmten dem Antrag zu.

Eine Gemeinde – ein Werk

Über den Stand des vor einiger Zeit aufgegleisten Projekts «Eine Gemeinde – ein Werk» informierte Gemeinderat Hanspeter Lutz, der Ressortverantwortliche «Versorgung/Entsorgung». Ziel sei es unter anderem, eine Ansprechstelle für Einwohner, Gewerbe und Abonnenten und einheitliche Gebühren zu schaffen, die Administration zu reduzieren, die steigenden Anforderungen an Behörde und Verwaltung aufzufangen und den Anforderungen der Marktöffnung gerecht zu werden, so Lutz. Mit der neuen Organisation soll ein Kompetenzzentrum Versorgung geschaffen werden. Zurzeit sei man an der Abklärung der verschiedenen Organisationsformen und dem Entwurf der Reglemente und Gebührenordnung. Zur Realisierung brauche es aber die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen und Kompromisse einzugehen. Den Start dieses Projekts haben die Verantwortlichen mittlerweile auf Anfang 2018 festgesetzt, was eine Verzögerung um ein Jahr gegenüber den ersten Plänen bedeute.

40 Jahre an der Urne

Eine Ehrung konnte Gemeindepräsident Willy Nägeli am Schluss der Versammlung durchführen: Für mehr als 40 Jahre im Dienste der Allgemeinheit als Urnenoffiziant dankte er Herbert Rhyner für sein grosses Engagement mit einem kleinen Präsent.

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