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OBERWANGEN: Aus drei mach eins

Die Katholischen Kirchgemeinden Au, Dussnang und Fischingen planen die Fusion. Am Montag informierten die Behörden ihre Kirchbürger über den Zeitplan des Projektes.
Roman Scherrer
Pater Gregor Brazerol, Prior der Benediktinergemeinschaft Fischingen, erläutert, weshalb auch die Pfarreien fusionieren sollten. (Bild: rsc)

Pater Gregor Brazerol, Prior der Benediktinergemeinschaft Fischingen, erläutert, weshalb auch die Pfarreien fusionieren sollten. (Bild: rsc)

Das Interesse war gross: Bis in die hinterste Reihe war der Singsaal im Sekundarschulhaus Oberwangen am Montagabend gefüllt. Eingeladen haben die Katholischen Kirchgemeinden Au, Dussnang und Fischingen, um über ihr Fusionsprojekt zu informieren (unsere Zeitung berichtete). Gleich zu Beginn stellte Caroline Stäbler, Präsidentin der Kirchgemeinde Dussnang, klar: «Hinter der Reihenfolge der Namen Au-Dussnang-Fischingen steckt keine Wertung. Sie sind nur alphabetisch angereiht.»

Die Verantwortlichen der Kirchgemeinden erklärten den anwesenden Kirchbürgern die Gründe für eine Fusion. Einerseits vereinfache das die Strukturen und damit auch die Arbeit der Kirchgemeinden. Andererseits könne man mit einer Fusion der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen «Es ist heutzutage nicht einfach, Leute für eine Behörde zu finden», sagte Stäbler. Vor allem aber sind die kleinen Gemeinden Au und Fischingen, finanziell gesehen, auf eine Fusion angewiesen. Wegen des neuen Finanzausgleiches, den die Synode der Landeskirche Thurgau 2016 beschlossen hat, kommen Kleinstgemeinden mit weniger als 300 Mitgliedern weniger gut weg. Dadurch erhalten Au und Fischingen je rund 30000 Franken weniger pro Jahr. Vorher haben sie als Kleinstgemeinden vom Finanzausgleich profitiert. Die Synode gewährt ihnen nun eine Übergangsfrist bis 2022, in der sie noch nach dem alten Modus berechnet werden. Pater Gregor Brazerol, Prior der Benediktinergemeinschaft Fischingen, erklärte, weshalb bei einer Fusion der Gemeinden auch ein Zusammenschluss der drei Pfarreien Sinn macht: «Dadurch könnte man die Strukturen ebenfalls klar vereinfachen.»

Urnenabstimmung am 10. Juni

Gemäss Zeitplan der Vorsteherschaften entscheiden die Kirchbürger am 10. Juni an der Urne über den Vereinigungsvertrag, der die Grundlage für die Fusion der drei Kirchgemeinden per Anfang 2019 bildet. Am Sonntag, 24. Juni soll es jeweils im Anschluss an Gottesdienste in Au, Dussnang und Fischingen Abstimmungen über die Fusion der drei Pfarreien geben. Und am 25. November könnte dann die Behörde der fusionierten Kirchgemeinde gewählt werden. Walo Früh, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Fischingen, zeigte Vorschläge, wie die fusionierte Gemeinde auftreten könnte: Als Name sei «Katholische Kirchgemeinde Fischingen» naheliegend, beim Logo könne jenes der Dussnanger Kirchgemeinde als Grundlage dienen. «Darüber kann man aber natürlich noch diskutieren», sagte Früh.

Auf die Frage einer Besucherin erläuterte die Präsidentin der Kirchgemeinde Bichelsee-Balterswil, Sybille Baumberger, weshalb ihre Gemeinde nicht bei der Fusion mitmache. «Die Finanzen sprechen dagegen.» So könne Bichelsee etwa freier über Investitionen bestimmen, da man nicht an den Finanzausgleich angeschlossen sei. Als Gast war auch Bruno Gerig, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Aadorf–Tänikon zugegen. Er wirkte vor rund sechs Jahren bei der Fusion der Gemeinden Aadorf und Tänikon mit. «Ich kann die Fusion mit gutem Gewissen empfehlen», sagte er.

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

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