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OBERNEUNFORN: Singende Matrosen und tollpatschige Piraten

Der Männerchor bot in der dekorierten Turnhalle des Primarschulhauses Rietacker am Wochenende beste Unterhaltung. Unter der Leitung von Dirigentin Evelyne Leutwyler hatten die 22 Sänger Seemannslieder zum Motto «Schiff ahoi – Leinen los» eingeübt.
Dirigentin Evelyne Leutwyler mit ihren singenden Matrosen auf der Bühne in der Turnhalle des Schulhauses Rietacker. (Bild: Therese Schurter)

Dirigentin Evelyne Leutwyler mit ihren singenden Matrosen auf der Bühne in der Turnhalle des Schulhauses Rietacker. (Bild: Therese Schurter)

Bereits eine dreiviertel Stunde vor Beginn der Unterhaltung brodelte es in der voll besetzten Halle. Die Besucher genossen das gemütliche Zusammensein mit Freunden und Bekannten beim Znacht. Die Tische waren liebevoll mit kleinen Details, passend zur Schifffahrt, dekoriert.

Pünktlich um 20 Uhr begrüsste der erste Offizier Ulrich Brack die Gäste auf dem Kreuzfahrtschiff «Santorini» zur 21-tägigen Reise übers Meer. «Wir sind immer für Sie da, auch bei Seekrankheit», scherzte er. Die Besucher wurden über den Tagesablauf und Besonderheiten an Bord informiert. Für Unterhaltung mit einem abwechslungsreichen Programm sei gesorgt, hätten sie doch eine internationale Formation eingeladen mit dem Schwerpunkt Gesang. Ebenfalls werde die Sicherheit gross geschrieben. Das erklärte die ringsherum aufgehängten Taue und Rettungsringe. Bei der Demonstration der Benützung der Schwimmweste zweifelte jedoch mancher an eine Rettung im Notfall und hoffte insgeheim, dass dieser nicht eintreffe.

Doch auch Gefahren wie verborgene Eisberge, gefährliche Klippen oder fiese Piraten könnten auf hoher See lauern. Und wenn man vom Teufel spricht, kommt er: Zwei Piraten rollten eine Schatztruhe in den Saal. Neugierig öffneten sie diese und eine Piratenbraut, in Person der Dirigentin Evelyne Leutwyler, sprang heraus. Bevor sie auf die Bühne ging, schnappte sie sich eine Rumflasche der Piraten und leerte sie in einem Zug. Wollte sie sich Mut antrinken, um die Matrosen, die sie bereits auf der Bühne, äh – an Bord, erwarteten, bändigen zu können?

Anspruchsvolle Soli begeistern die Zuhörer

Die Bedenken wurden jedoch schnell von der Seeluft weggeblasen. In Seemannskluft sangen die Männer inbrünstig ihre eingeübten Lieder. «Heute an Bord, morgen schon fort» oder «Seemann, deine Heimat ist das Meer». Anspruchsvolle Soli begeisterten die Zuhörer. Am Akkordeon begleitete Hermann Schorno, bekannt aus der Formation «Huserbuebe», die Sänger.

Die beiden tollpatschigen Piraten Bertrand et Rougi unterhielten das Publikum zwischen den Liedern und man bedauerte den Untergang ihres Bootes am Schluss. «Land in Sicht, es sieht aus wie Oberneunforn! Da gibt es sicher schöne Mädchen!», hallte plötzlich der Ruf des Ausguckpostens. Bevor die Matrosen jedoch an Land durften, bedankte sich der 1. Offizier bei den unzähligen Helfern, ohne die der Männerchor einen solchen Anlass nicht hätte durchführen können. Dann liess er seine Mannen in Zweierkolonne abtreten.

In der folgenden Pause wurde auf der Bühne umgebaut, es entstand ein Wohnzimmer in einer Villa. Dieses stellte die Kulisse für das anschliessende Theater. Bei diesem Schwank wurden die Lachmuskeln arg strapaziert. Nach einem erneuten Bühnenumbau wurde fröhlich weitergefeiert und getanzt.

Therese Schurter

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

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