Oasen der Ruhe im Getümmel

12 000 waren am Summer Days an den beiden Abenden unterwegs. Neben vollen und lauten Festzelten gab es auch ruhige Orte ohne Gedränge.

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«Die Stimmung ist super. Wir verzeichnen ein durchwegs friedliches Festival», sagt Organisator Cyrill Stadler. Zufrieden können die Veranstalter des Summer Days in der Tat sein: Das Open Air war ausverkauft. 12 000 Besucher waren an beiden Abenden vor die Bühne am See gepilgert.

Bei so vielen Musikfans und dem durchzogenen Wetter kommen alle Seiten des Open-Air-Feelings auf: von Badehose, Campingstuhl und Sonnenbrille bis hin zu Regenschirm, Gummistiefeln, Regenblache und Pelerine – irgendwann kommen sie alle in den Einsatz. Rege besucht sind denn auch die diversen Zelte auf dem Festivalgelände. Sie sind teilweise zum Bersten voll, bieten sie den nassen Gästen doch Schutz vor dem Regen.

Ruhe in den Garderoben

Anders sieht es in den Backstage-Bereichen aus. Die Garderoben im Seeparksaal sind eine Oase der Ruhe – abgelegen vom Rummel auf dem Festgelände. «Die Bands verlassen sich darauf, dass sie sich hier ungestört auf ihren Auftritt und ihre Performance vorbereiten können», sagt Stadler. Unter sich, abgeschirmt von neugierigen Blicken und dank des persönlichen Catering-Services komme bei Bands wie The Straits und Mike and the Mechanics schon mal so etwas wie Familienstimmung auf. Schliesslich würden sich die Künstler seit Jahren kennen und träfen bei solchen Anlässen immer wieder aufeinander, sagt Stadler.

Umbau für die nächsten

Zum Gelände gelangen die Künstlerinnen und Künstler per Auto. Ihre Chauffeure können direkt hinter die Bühne fahren. Die Besucher hingegen werden am See entlang aufs Gelände geführt. Hinter der Bühne ist es hektischer. 45 Minuten sind es zwischen zwei Auftritten, die Ton- und Bildtechniker arbeiten auf Hochtouren – um alles für die nächste Band vorzubereiten; die Zeit ist knapp bemessen.

Wenig zu tun für Sanitäter

Ruhig geht es im Sanitätszelt zu und her. Bei den meisten Fällen, die es zu betreuen gibt, handelt es sich um Kreislaufkollapse oder um zu viel Alkoholkonsum. Eine Person muss ins Spital überführt werden. Es sei dem schwarzen Bodenvlies zu verdanken, dass sie relativ wenig zu tun hätten, sagt ein Sanitäter. In weiser Voraussicht war dieses bereits am Freitagmorgen über den Rasen der Quaianlage gespannt worden. Das Festivalgelände glich so zwar teilweise einer einzig grossen Pfütze, doch es gab nur wenige Gelenkverstauchungen, da der Boden nicht morastig wurde.

Gioia Zogg

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