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Oans, zwoa, gfeiert

Südsicht
Olaf Kühne

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, weiss der Volksmund. Und der ist bekanntlich ein ganz Schlauer. Wieso Feste fallen, wohin sie fallen und ob sie sich dabei wehtun, weiss der Volksmund hingegen nicht. Ganz so schlau ist er offensichtlich eben doch nicht. Egal. Der Hinterthurgauer – und natürlich auch die Hinterthurgauerin – ist nie darum verlegen, mit oder ohne Anlass eine Festbank aufzustellen.

Eine neue Fahne, eine alte Gemeinde: Oans, zwoa, gsuffa. Eschlikon feiert heuer seinen Zwanzigsten. Das war an dieser Stelle glaub’s schon ein-, zweimal ein Thema. Aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Sagen sich übrigens auch die Eschliker und zelebrieren ihr Jubiläum mit einer ganzen Latte an Veranstaltungen. Und just für diesen Enthusiasmus werden sie nun in anderen Gemeinden belächelt.

Da die Belächler journalistischen Quellenschutz geniessen, seien sie hier nicht weiter ausgeführt. Derweil feiert Sirnach sein 20-Jähriges weitaus pragmatischer und klinkt sich einfach am Wochenende beim Wieziker Dorffest mit ein. Die sich hierbei aufdrängende Frage «Welche Gemeinde macht es besser?» lässt sich mit einem ganz klaren «Beide!» beantworten. Hand aufs Herz: Wenn ein paar Menschen gemeinsam auf eine Festbank sitzen und zusammen Spass haben, ist das eine gute Sache. Und beide Hände aufs Herz: Die Resultate der Eschliker Bemühungen um dörfliche Gemeinschaft können sich bis anhin durchaus blicken lassen. Ganz ohne Sarkasmus, ehrlich!

Bleibt also nur noch die Frage nach diesem ominösen Fall. Feste fallen nämlich nicht, Festbesucher hingegen durchaus – auf dem Heimweg beispielsweise, wenn die Party wirklich gut war. Da hilft dann auch kein zwölfköpfiges Organisationskomitee mehr. Meistens lässt es sich aber mit Merfen und einer Handvoll Aspirin wieder richten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker – oder Ihren Gemeindepräsidenten.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

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