NUSSBAUMEN: Gut gerüstet für die Arbeitswelt

24 junge Berufsleute feierten im Stift Höfli den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. Die meisten haben bereits eine neue Stelle auf sicher.

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Die Absolventen bekommen Diplome überreicht. (Bild: Andreas Taverner)

Die Absolventen bekommen Diplome überreicht. (Bild: Andreas Taverner)

Voller Vorfreude durften am Mittwochabend in der sozialen Einrichtung Stift Höfli in Nussbaumen 24 junge Menschen nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss ihr Diplom entgegennehmen. Während Dixie Five ab 16 Uhr zum Apéro unterhält, laufen im Hintergrund die letzten Vorbereitungen für die Abschlussfeier im Schulhaus.

Nur drei der 24 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen haben noch keine definitive Anschlusslösung. Viele von ihnen haben sich zur Feier des Tages besonders hübsch angezogen. Ob mit Krawatte oder Blumenschmuck im Haar, sie alle präsentieren sich von der besten Seite.

Zur Feier strömen rund 250 Gäste in den 1. Stock des Schulhauses, wo es sehr eng wird. Bei den Besuchern herrscht erwartungsvolle Stimmung, was denn geboten wird. Das Duo Charme und Melone eröffnet musikalisch den Anlass. «Zum Glück ist das Abschlussfest heute, und nicht am vergangenen Mittwoch», sagt Institutsleiterin Heide Gorsky in ihrer Begrüssung. Denn in der Nacht auf den 2. August hatte ein Unwetter viel Schaden angerichtet. Sie lobt den Einsatz der jungen Erwachsenen. «Sie richteten alles wieder her, aber zerstörte Bäume kann man nicht zusammenkleben.» Plötzlich leuchtet das Motto «Persönlichkeiten prägen Übergänge» auf der Bühnenwand auf.

«Übergänge sind Heraus­forderungen», sagt Stift-Höfli-Gründer Josef Räschle bei seiner Rede. Fünf der Absolventen haben auf ihrem Fachgebiet Best­noten erreicht. Alle Absolventen seien gut bis sehr gut für die Arbeitswelt gerüstet, sagt Räschle. Eine Herausforderung werde es nun etwa sein, mit dem neuen Chef klarzukommen. «Sie müssen sich anpassen, aber sich auch abgrenzen können», sagt Räschle, zu den jungen Berufsleuten gewandt. «Eingliederungsmassnahmen sollten bis zum 25. Altersjahr bezahlt werden, statt nur bis 20», sagt er ausserdem an die Adresse der IV.

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch