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NUSSBAUMEN: Freudentag für den «Löwen»

Seit Donnerstag steht das Restaurant Löwen unter einer neuen Führung. Mutter und Tochter arbeiten als Wirtinnen zusammen. Sie sind ein eingespieltes Team.
Evi Biedermann
Die Wirtinnen: Sandra und Jeannette Schmidmeister im Saal des Restaurants. (Bild: Evi Biedermann)

Die Wirtinnen: Sandra und Jeannette Schmidmeister im Saal des Restaurants. (Bild: Evi Biedermann)

Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Es war Liebe auf den ersten Blick, dann kamen Zweifel, und letztlich sagte die Vernunft: «Zu gross für mich». Doch die Liebe hat ­gesiegt, wenn auch nicht auf ­Anhieb: Seit dieser Woche ist Jeannette Schmidmeister die neue Wirtin im «Löwen», der während des Sommers geschlossen war. Ihr zur Seite steht Tochter Sandra, die vorwiegend die Gäste betreut, während ihre Mutter am Kochherd steht. «Wir können aber auch switchen», sagt Sandra Schmidmeister.

Beide haben lange Erfahrung in der Thurgauer Gastronomie und haben mit Unterbrüchen insgesamt zehn Jahre zusammen­gearbeitet. Mit jemand anderem hätte sie den Schritt nicht gewagt, meint Jeannette Schmidmeister: «Wir sind ein eingespieltes Team.» Das haben sie eben bewiesen, sich und den Gästen, die heute zur Eröffnung einkehrten. Geschnetzeltes mit Nudeln und Salat haben Sandra und ihre Mutter über Mittag serviert, wie viele Teller es waren, wissen sie so kurz nach dem Ansturm nicht. Dennoch gibt es einen Hinweis auf die vorläufige Gästezahl: Das kleine Willkommenspräsent. Sie habe 80 Säckli mit gebrannten und salzigen Mandeln abgefüllt, erzählt Sandra. «Jetzt sind noch etwa 20 davon übrig.»

Saucen kommen nicht aus dem Beutel

Nach dem Mittag ist es ruhig im Restaurant. Rasch und freudig lassen sich die beiden Pächterinnen in ein Gespräch rund ums ­Essen verwickeln. Frische und ­regionale Produkte sind für sie ebenso selbstverständlich wie die hausgemachte Sauce, ob warm oder kalt. Auf dem Tresen steht zudem ein appetitlicher Zwetschgenkuchen. «Ich backe sehr gern», verrät Sandra mit überzeugender Mimik. Die Speisekarte ist mit bewährten Gerichten wie Fitnessteller, Rindsfilet, Schweinssteak und Geschnetzeltem vom Filet bestückt. Nebst einem wechselnden Menu gibt es auch Salate oder Sandwiches. «Wir möchten zuerst den Puls der Gäste fühlen», sagt Jeannette Schmidmeister, ausbauen könne man immer. Stimmen müsse vor allem auch die Balance zwischen Bewirtung und Zeit für die Gäste. Der ­«Löwen» soll nicht bloss Mittel zum Zweck sein, also schnell was essen gehen, sondern auch ein Ort, wo man zwischen den Essenszeiten Gesellschaft findet. Bei Kaffee oder einem Glas Wein, der zum Teil gleich neben dem Haus heranwächst. Die Genossenschaft Löwen, der die Liegenschaft gehört, ­besitzt dort einen Rebberg, der jedoch verpachtet ist.

Persönliche Handschrift ist überall zu sehen

Gegen drei Uhr treffen wieder Gäste ein. Einer findet offenbar, was er sucht. Er sei der, der mit den Schwänen spricht, erzählt er der Wirtin, und noch viel mehr dazu. Weil er aber raucht, unterhalten sich die beiden im Nebenzimmer, das in eine originelle Bar umgewandelt wurde.

Auch im Restaurant ist einiges anders als früher, ins Auge sticht vor allem das frische Grün von Kissen und Bildern. Die Bilder hat Sandra Schmidmeister selber gemalt, auch der Löwe, der überall als Logo erscheint, trägt die Handschrift der 36-Jährigen. Die Freude über den Verlauf des Eröffnungstags ist ihr anzusehen, er hat den beiden Frauen Flügel verliehen. Sobald die Zeit reicht, wollen sie auch den Saal im ersten Stock aufmöbeln. «Ideen ­haben wir genug», sagt Sandra. Und schon ist sie weg, wieder ganz bei ihren Gästen.

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