Nur Koffer stehen nicht zum Verkauf

Am 23. November hat Frauenfeld als erster Ort im Kanton Thurgau einen Koffermarkt. Bereits über 130 Aussteller handgefertigter Werke haben sich bis jetzt für den Anlass in der Konvikthalle beworben. Die vier Organisatorinnen wählen nun ihre Favoriten aus.

Markus Zahnd
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Das OK des Koffermarktes in Frauenfeld: Christa Gossweiler, Iren und Lena Schlumpf sowie Chantal Gugger. (Bild: pd)

Das OK des Koffermarktes in Frauenfeld: Christa Gossweiler, Iren und Lena Schlumpf sowie Chantal Gugger. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Etwas gibt es an einem Koffermarkt mit Sicherheit nicht zu kaufen: Koffer. Dennoch spielen sie am 23. November in der Konvikthalle eine besondere Rolle. Die Koffer dienen als Ausstellungsgefässe. Das Prinzip ist relativ einfach. In nostalgischen Koffern werden selbstgemachte Produkte auf einem Tisch präsentiert und verkauft. Die Idee der Koffermärkte stammt aus Amerika. Dort heissen sie Trunk-Shows, verkauft wird aus dem Kofferraum der Autos. Über Deutschland sind die Märkte in die Schweiz gekommen, 2012 fand der erste in Schaffhausen statt. Am 23. November gibt es in der Konvikthalle in Frauenfeld einen Koffermarkt, es ist für den Kanton Thurgau eine Premiere.

Anfängliche Skepsis

Der Anlass wird von Christa Gossweiler, Iren und Lena Schlumpf sowie Chantal Gugger organisiert. «Wir basteln oft zusammen. Und als wir vom Markt in Schaffhausen gehört haben, dachten wir, dass so was in Frauenfeld noch fehlt», sagt Lena Schlumpf. Anfangs seien sie skeptisch gewesen. Doch mittlerweile haben sich über 130 Aussteller für einen der 50 Plätze beworben. Die Anmeldefrist läuft bis 22. September.

Auf die Veranstalterinnen kommt daher in den nächsten Wochen eine schwierige Aufgabe zu. «Wir müssen sämtliche Dossiers studieren und dann entscheiden, wer ausstellen darf», sagt Lena Schlumpf. Die Bewerber kommen aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland. Die Herkunft spielt bei der Auswahl ebenso eine Rolle wie das Angebot. Denn in Frauenfeld sollen vor allem regionale Aussteller und auch Neulinge eine Chance haben. Ausserdem achten die vier Veranstalterinnen auf ein breites Spektrum der Produkte. «Es ist alles möglich. Hoch im Kurs stehen derzeit Babysachen, aber auch Schmuck oder Konfitüren», sagt Lena Schlumpf. Das einzige Kriterium ist, dass die Produkte selber hergestellt wurden.

Von anderen abheben

Die Konvikthalle passe ausserordentlich gut ins Konzept. «Als eine der ältesten Turnhallen der Schweiz ist sie etwas ganz Besonderes», sagt Schlumpf. Und sie hat eine gute Grösse. Denn nebst den Tischen für die Koffer muss es auch noch Raum für eine Kaffeestube sowie die Bastelecke haben. «Kinder können dort zusammen mit zwei Helferinnen Weihnachtsdekoration basteln. Mit diesem Angebot wollen wir uns von anderen Koffermärkten abheben», sagt Schlumpf. Wenn ihnen das gelingt und der Koffermarkt ein Erfolg wird, werde es wohl auch im kommenden Jahr einen geben, sagt Schlumpf.

Weitere Informationen unter www.koffermarkt-frauenfeld.ch