Notunterkunft verzögert sich

Ende Juni schliesst die Notunterkunft für abgewiesene Asylbewerber in Schwaderloh. Ein Ersatz steht voraussichtlich erst im Herbst zur Verfügung.

Markus Schoch
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frauenfeld. Letzte Woche zeigte sich Regierungsrat Bernhard Koch noch zuversichtlich, dass eine unterbruchsfreie Anschlusslösung gefunden werden könnte. Ein Ersatz sei in Sicht, erklärte er gegenüber dem Tagblatt.

Doch so schnell geht es nun doch nicht. Die Verhandlungen mit dem Liegenschaftenbesitzer seien ins Stocken geraten, erklärte Koch gestern auf Anfrage.

Es seien neue Fragen aufgetaucht, die zuerst beantwortet werden müssten. Das brauche Zeit. Ende Juni, wenn die vor einem Jahr eröffnete Notunterkunft in Schwaderloh schliesse, werde die neue Unterkunft mit Sicherheit nicht zur Verfügung stehen. Bezugsbereit sei sie vermutlich erst im Herbst. «Es braucht eine Übergangslösung», sagt Koch.

Wie die aussieht, weiss er bereits: Die Bewohner in der ehemaligen Baubaracke an der Autobahn in der Gemeinde Kemmental werden auf die bestehenden Durchgangsheime verteilt. Im Moment wohnen noch sechs Personen in Schwaderloh.

Geplant ist, am neuen Ort Räumlichkeiten für 15 bis 20 Personen zu schaffen. Untergebracht werden sollen dort abgewiesene Asylbewerber, die das Land verlassen müssten und nur noch Anrecht auf Nothilfe haben. Nähere Angaben zum künftigen Standort will Koch nicht machen.