Nostalgische Gefühle in der Fabrik

Einen wohltuenden Samstagabend bereiteten die fünf Sam Singers ihrem Publikum im Aadorfer Rotfarb-Keller. Mit viel Charme und Emotionen führten sie auf eine sentimentale musikalische Reise in die Zeit der 1930er- bis 1960er-Jahre.

Kurt Lichtensteiger
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Optische und akustische Zeitreise: Die Sam Singers. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Optische und akustische Zeitreise: Die Sam Singers. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

AADORF. «Mit ihrer Gesamtschau liessen die Sam Singers eine Zeit aufleben, die an Authentizität keine Wünsche offen liess», meinte zum Schluss der Aadorfer Andy Schneider, selber Musiker und Arrangeur. In der Tat berührten die fünf Gesangsprofis mit ihrem neuen Programm «Sentimental Journey» sowohl akustisch als auch optisch die Herzen der Zuhörerschaft.

Für die unplugged leidenschaftlich vorgetragenen Songs, Schlager und Evergreens aus der Mitte des letzten Jahrhunderts war natürlich das intime Ambiente im Rotfarb-Keller wie geschaffen. Ob bei den Jazzballaden «In The Sentimental Mood», «Mr. Sandmann» oder gar bei nostalgischen Schweizer Hits wie etwa «Die Fischerin vom Bodensee», die vierstimmige Close Harmony Formation zauberte die unvergesslichen Melodien mit beeindruckender Hingabe in die Ohren der Zuhörerschaft.

Samuel Zünd (Bariton, Piano und Bandleader) streute an der Front immer wieder eine Prise Humor ins Ganze. Fridolin Blumer zupfte im Hintergrund gekonnt am Kontrabass und Catronia Bühler (Sopran), Julia Schiwowa (Sopran) und Helen Iten (Alt) begeisterten nicht nur mit ihren glasklaren Stimmen, sondern auch mit ihrer gewinnenden Ausstrahlung. Dass diese eine klassische Gesangsausbildung hinter sich haben und einzeln auch in Opern und Konzerten auftreten, war bei derartiger Bühnenpräsenz weiter nicht verwunderlich.

Was mit einem offerierten Cüpli für die Dame und einem Goldbarren für den Herrn sympathisch und in aufgeräumter Stimmung begann, endete ebenso am Schluss des Konzerts im Kreise der Protagonisten und Gäste. Voll zufrieden waren natürlich besonders die Initianten Gaby und Kurt Gerber, Besitzer des Areals Rotfarb.