Nordisches Kopfkino an der Ferienmesse

Die Ferienmesse St. Gallen setzt in diesem Jahr auf den hohen Norden: Skandinavien wird an der 26. Austragung der Messe vom 6. bis 8. Februar als Ehrengast auftreten. Der starke Franken lässt die Ferienmesse aber in einem speziellen Umfeld stattfinden.

Ives Bruggmann
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ST. GALLEN. Fjorde in Norwegen, Wälder in Schweden oder Vulkane und Wasserfälle in Island: Der Norden Europas lockt vor allem mit seinen Landschaften immer mehr Touristen an – auch im Sommer.

Skandinavien erfreut sich gemäss Messeleiterin Bettina Güntensperger auch hierzulande immer grösserer Beliebtheit. Dem möchte die Ferienmesse St. Gallen in der diesjährigen Ausstellung Rechnung tragen. «Skandinavien ist im Trend. Deshalb haben wir uns um diese aufstrebende Tourismusregion bemüht», sagt Güntensperger. Aussergewöhnlich sei auch, dass im Gegensatz zu anderen Jahren gleich eine ganze Ländergruppe als Gast auftrete. Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden werden Skandinavien an der Ferienmesse repräsentieren. Der norwegische Botschafter wird zudem an der Eröffnung der Messe teilnehmen.

Auch Vorarlberg tritt auf

Neben Skandinavien sind wie jedes Jahr Länder aus allen fünf Kontinenten vertreten. Doch die Ostschweizer Ferienmesse bietet auch Regionen aus der unmittelbaren Nachbarschaft eine Plattform. So tritt in diesem Jahr Vorarlberg als Gastregion auf. Diese Region setzt vor allem auf die kurzen Anfahrtswege für Tagesausflüge und Kurzaufenthalte.

«Leider haben wir sehr wenige Feriendestinationen aus dem Inland. Das finde ich ein bisschen schade», sagt Bettina Güntensperger. Die Schweizer Tourismusbranche fokussiere mehr auf Werbeauftritte im Ausland, bedauert Güntensperger. Zur Ferienmesse nennt die Messeleiterin noch weitere Zahlen und Fakten: 19 000 Quadratmeter stehen den 409 Ausstellern zur Verfügung, um die Besucherinnen und Besucher von ihren Regionen zu überzeugen. Die Ferienmesse St. Gallen erwartet am Wochenende vom 6. bis 8. Februar rund 35 000 Personen an der Ausstellung. Diesen wird nebst den Ständen ein Rahmenprogramm geboten: Sonderschauen, Theateraufführungen und Filmvorführungen im Messekino sollen die Emotionen der Gäste wecken. Genauso wie der Kletterturm und ein Wasserbassin für den ersten Tauchgang.

In den Hallen zwei, drei und neun versuchen die Aussteller alles, damit das Kopfkino der Besucher angeregt wird. Denn «Ferien beginnen im Kopf», sagt Nicolo Paganini, Direktor Olma Messen St. Gallen. Er spricht in seinem Grusswort den rasanten Strukturwandel der Tourismusbranche an. Doch trotz des wirtschaftlichen Umbruchs habe sie eine sehr grosse volkswirtschaftliche Bedeutung, so Paganini.

Einfluss des starken Frankens

Die Ferienmesse 2015 finde in einem sehr speziellen Umfeld statt, jetzt, da sich auch noch der starke Franken beziehungsweise der günstige Euro auf die Branche auswirke, sagt Paganini.

Gleichzeitig zur Ferienmesse findet auf dem Olma-Gelände die Ostschweizer Camping- und Freizeit-Ausstellung statt. «Die Nachfrage für Ferien mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen», sagt Organisator Erwin Steiner.