Noch Platz für drei, vier Open Airs

FRAUENFELD. Seit fünf Jahren wächst in der Grossen Allmend eine Eichenallee heran. Die Veranstalter des Open Airs Frauenfeld wollen mit den Baumpflanzungen im Herbst der Natur etwas zurückgeben.

Mathias Frei
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Legen bei der Baumpflanzung Hand an: Open-Air-Bauchef Jörg Müller und Open-Air-Geschäftsführer René Götz. (Bild: Mathias Frei)

Legen bei der Baumpflanzung Hand an: Open-Air-Bauchef Jörg Müller und Open-Air-Geschäftsführer René Götz. (Bild: Mathias Frei)

Das Open Air Frauenfeld kann noch drei- oder viermal stattfinden. Dann ist Schluss. Denn bis in drei oder spätestens vier Jahren ist die Eichenallee der Open-Air-Veranstalter beim bestehenden Baumbestand vor dem Auenwald angelangt. «Bevor es so weit ist, überlegen wir uns ein neues Ökologieprojekt», sagte Open-Air-Geschäftsführer René Götz an der gestrigen Baumpflanzung in der Grossen Allmend. «Wir finden sicher wieder etwas», meint Armasuisse-Ökologieberater Joggi Rieder, der eng mit den Veranstaltern zusammenarbeitet.

Sichtbares Ökologieprojekt

Vor neun Jahren traf sich erstmals eine Open-Air-Arbeitsgruppe. Mittlerweile kommen Vertreter der Open-Air-Veranstalterfirma First Event AG, der Stadt, der Armasuisse und des Waffenplatzes zweimal jährlich zusammen. «Von Anfang an diskutierten wir viel über Umweltschutz», erklärt Rieder. In dieser Arbeitsgruppe kam die Idee eines Ökolgieprojekts auf. Wolfgang Sahli, Verwaltungsratspräsident der First Event AG, war begeistert von der Idee, wollte aber auch «etwas sehen» von diesem Projekt. So sei man auf die Eichenallee gekommen, erklärt Rieder. Jahr für Jahr pflanzen die Veranstalter nun also fünf oder sechs Jungeichen. Ihren Anfang hat die Allee am südwestlichen Ende der Rennbahn genommen und zieht sich nun in nördlicher Richtung gegen die Thur. Heuer werden es sechs Eichen sein.

Wunschliste für Götz

Neben dem ersten Baum einer jährlichen Pflanzung kommt immer ein «Meilenstein» zu stehen, mit dem jeweiligen Open-Air-Programm. Was im Herbst 2016 auf dem kleinen Metallschild stehen soll, ist zumindest für Rieders Kinder schon klar. Die Wunschliste mit Eminem, Macklemore und Sido nimmt Götz mit Interesse entgegen und meint schmunzelnd: «Auflösung folgt.»

Was für Götz aber schon jetzt feststeht: «Wir wollen den ökologischen Fussabdruck des Festivals noch besser machen.» Und nebst dem Programm werde man kommendes Jahr auch einen Schwerpunkt in Sachen Gesamterlebnis setzen. Die heuer erstmals begehbare Skyline zwischen den Bühnen sei nur der Anfang gewesen.