Niemand fällt ins Altersheim

In der Nachbargemeinde präsentierten Wagenhausen und Eschenz, was sie älteren Menschen zu bieten haben – und welche Neuerungen es gibt.

Peter Spirig
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Aufmerksame Zuhörerschaft am Informationsabend zum Thema Alter im Steiner Jugendcafé. (Bild: Peter Spirig)

Aufmerksame Zuhörerschaft am Informationsabend zum Thema Alter im Steiner Jugendcafé. (Bild: Peter Spirig)

Für einmal wurde das Jugendcafé in Stein am Rhein von Senioren besucht. Das «Forum für das Leben im Alter Eschenz und Wagenhausen» hatte am Mittwoch zu einem Informationsanlass zum Thema «Zu Hause alt werden» eingeladen. 120 Personen nahmen an dem Anlass teil, den die Gemeinderätinnen Karin Vetterli-Ruh (Wagenhausen) und Heidi Springmann (Eschenz) organisiert hatten.

Möglichst lange zu Hause bleiben können

Springmann wies auf den besonderen Ort der Veranstaltung hin, sagte, dass es nicht nur Lernfelder für Jugendliche, sondern auch solche fürs Alter gebe. «Man fällt nicht grad ins Altersheim», sagte Urban Wenk, Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit Fragen rund um das Leben im Alter beschäftigt. Es gäbe auch andere Wohnformen. «Ziel aber ist, dass man möglichst lange zu Hause bleiben kann», sagte Vetterli-Ruh. Sie machte darauf aufmerksam, dass nun jene Menschen ins Alter kommen, die während der Jahre des Babybooms zur Welt kamen. Oft werde im Alter einfach nur eine helfende Hand benötigt. Die bietet auch der neugegründete Verein «Seite an Seite» in Wagenhausen. Der Verein biete allgemeine Unterstützung und Entlastung für Angehörige an, sagte Elisabeth Herth-Zanoni. Hier ist auch «Wyland Tagesbetreuung» tätig, wobei von Bea Gächter zu erfahren war, dass man in Unterstammheim auch betagte Feriengäste aufnimmt.

Von Harry Müller, Gemeindepräsident von Wagenhausen, und von Eveline Herzer war zu erfahren, dass aus dem Haus zum Ochsen ein Haus werden solle, worin Junge Alte und Alte Junge unterstützten. Noch seien Ideen willkommen, man sei bei Interesse auch bereit, einen Raum für Ü70-Parties zu schaffen.

Von Rotkreuz-Fahrten bis Psychiatrie-Spitex

Als «ein Verein vom Dorf und fürs Dorf» stellten Annette Schaab und Elisabeth Tobler den Hauspflegeverein Eschenz vor. Der Verein helfe, wo nötig, bei Bedarf auch mit Rotkreuz-Fahrten. Schliesslich stellte sich Elisabeth Gloor und nach ihr noch Luigi Trevisi vor. Die Physiotherapeutin macht Hausbesuche im Bereich Palliative Care. Trevisi bietet als Spezialität Spitex in psychiatrischer Pflege an.