Nicole Wellinger neue Präsidentin der Unterstufenkonferenz

Die Thurgauer Unterstufenkonferenz hat eine neue Präsidentin: Die Mitglieder wählten am letzten Mittwochabend Nicole Wellinger zur neuen Präsidentin. Sie folgt auf Yolande Michaud, welche nach vier Jahren zurücktrat.

Christof Lampart
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frauenfeld. Die Wahl Nicole Wellingers an der Jahrestagung im Frauenfelder «Casino» erfolgte einstimmig. Wellinger unterrichtet in Pfyn und ist seit 2006 im Vorstand der Thurgauer Unterstufenkonferenz (TUK). Neben Michaud trat auch das langjährige Vorstandsmitglied Ute Rübin zurück, doch konnte für sie noch keine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden werden.

Ahndungen optimieren

Der Chef des kantonalen Amts für Volksschule (AV), Walter Berger, orientierte die Lehrkräfte über einige Resultate der kantonalen Schulevaluation, welche vor allem auf der Befragung von 18 evaluierten Schulen im Schuljahr 2008/2009, von 300 Primar- und 190 Sekundarlehrpersonen sowie 350 Unterrichtsbesuchen basierte.

Zufrieden mit Schulleitung

Mit den Geleiteten Schulen seien über 90 Prozent der Lehrkräfte zufrieden. Allerdings müsse man noch mehr Klarheit in der Frage schaffen, in welcher Form die Lehrer besser in Sachen Mitbestimmung eingebunden werden sollten, so Berger. Die schulinterne Zusammenarbeit werde geschätzt, und zugleich habe sich in den Thurgauer Schulen eine starke Regelkultur entwickelt. Allerdings gebe es bei vielen Schulen noch grosse Differenzen bei den Ahndungen von Übertretungen.

«Da könnte man noch optimieren», sagte Berger.

93 Prozent sind zufrieden

Gute Werte gebe es auch in den Bereichen Klassenführung und bei der Umsetzung des Hochdeutschen als Unterricht-Standardsprache: «Da sind wir auf einem guten Weg», sagte Berger. Kritisch beurteilt das AV hingegen, dass es in vielen Klassen ein noch zu wenig differenziertes schulisches Angebot für die unterschiedlichsten Leistungsstufen gebe.

Dies gelte sowohl bei den vorhandenen Materialien als auch bezüglich individueller Zielvereinbarungen. Generell mangle es an einer guten Kommunikation in Sachen Lernzielorientierung: «Die Ziele sind zwar formuliert, aber den Kindern werden sie zu wenig kommuniziert», sagte Walter Berger. Eine Zahl stellte Berger jedoch sehr zufrieden: nämlich die Aussage, dass 93 Prozent aller im Thurgau angestellten Primarlehrerinnen und -lehrer mit ihrem Beruf «zufrieden oder sehr zufrieden» seien.

Varenne: Qualität halten

Die Präsidentin von Bildung Thurgau, Anne Varenne, erklärte, dass beim kantonalen Beitragsgesetz für sie die entscheidende Frage sei, «ob die Qualität gehalten werden kann». Eine «durchschnittliche» Lehrerbesoldung könne und dürfe in diesem Zusammenhang nicht sein. Gespannt sei sie auch auf die Resultate der Arbeitsgruppe «Schulevaluation», die nach den Herbstferien die kantonalen Resultate auswerte.

Weitere Dauerbrenner, denen sich Bildung Thurgau dringendst annehmen wolle, seien unter anderem auch die Belastung der Lehrpersonen und die Weiterbildungskosten.

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