«Nicht tragbar»

Herr Hug, die Gemeinden müssen in den ersten zwei Jahren die Fürsorge für ihre Bürger übernehmen, auch wenn sie nicht mehr in ihrer Heimatgemeinde wohnen. Der Grosse Rat will das kantonal und bundesweit abschaffen. Sie wehrten sich als einer der wenigen dagegen. Weshalb?

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Patrick Hug Kantonsrat CVP

Patrick Hug Kantonsrat CVP

Herr Hug, die Gemeinden müssen in den ersten zwei Jahren die Fürsorge für ihre Bürger übernehmen, auch wenn sie nicht mehr in ihrer Heimatgemeinde wohnen. Der Grosse Rat will das kantonal und bundesweit abschaffen. Sie wehrten sich als einer der wenigen dagegen. Weshalb?

Ich wollte aufzeigen, dass der Finanzausgleich zugunsten der Zentrumsgemeinden verbessert werden muss, wenn man diesen Schritt tut. Ich habe heute gehört, dass Regierungsrat Bernhard Koch dazu bereit ist. Die Botschaft ist angekommen.

Wie viel kann Arbon denn anderen Gemeinden für Fürsorgeleistungen für ihre Bürger verrechnen?

In den letzten drei Jahren konnten wir rund 70 000 Franken mehr verrechnen, als wir selber an andere Gemeinden zahlen mussten. Angesichts der steigenden Sozialhilfeausgaben Arbons wäre eine Streichung nicht tragbar.

Die Kritik der Städte hatte wenig Chancen im Rat. Glauben Sie, Ihre Anliegen werden berücksichtigt?

Ich bin überzeugt, dass der Regierungsrat die Situation der Zentrumsgemeinden genau anschaut und am Lastenausgleich die richtigen Korrekturen vornimmt. (ken)

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