Nicht nur die Pointen sitzen

WALLENWIL. Am Freitag- und Samstagabend war wieder Theaterzeit. Bereits zum drittenmal hatte der Wallenwiler Theaterverein zu seinem jährlichen Hauptanlass eingeladen. Der Dreiakter «Bisch sicher» hatte viele Lacher auf sicher.

Christoph Heer
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Lesen oder sinnieren? Auf der Toilette kann man die Zeit unterschiedlich nutzen, wie die Mitglieder des Wallenwiler Theatervereins zeigen. (Bild: Christoph Heer)

Lesen oder sinnieren? Auf der Toilette kann man die Zeit unterschiedlich nutzen, wie die Mitglieder des Wallenwiler Theatervereins zeigen. (Bild: Christoph Heer)

Noch sind die legendären Unterhaltungsabende des vor drei Jahren aufgelösten Männerchors Wallenwil nicht in Vergessenheit geraten. Jung und Alt genossen über viele Jahrzehnte die kurzweiligen Stunden mit Gesang, Theater und Gemütlichkeit. Gross war damals das Entsetzen der vielen treuen Unterhaltungsabend-Besucher aus Nah und Fern. Ebenso gross war aber auch die Zuversicht, als bekannt wurde, dass sich aus dem Männerchor ein Theaterverein gründen wird und Wallenwil so – zumindest dank den schauspielerischen Glanzpunkten – nicht ganz vom Unterhaltungsradar verschwinden wird.

Der damals zwölfköpfige Theaterverein entschloss sich, voll und ganz auf Theatervergnügen zu setzen. Weg waren die Tische, eine Theaterbestuhlung reicht vollkommen aus, um einem dreistündigen Dreiakter zu frönen. Einige kritische Stimmen waren ob den Neuerungen zu hören, diese verstummten aber genau so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Denn von Beginn weg zeichnete sich ab, dass aus dem kleinen Verein eine Erfolgsgeschichte werden würde.

Auffallend viele junge Besucher

Zweimal blieben am Wochenende kaum Stühle leer. So kamen am Freitag knapp 200 Besucher in den Genuss des rasant und stilsicher vorgetragenen Dreiakters «Bisch sicher». Auffallend viele junge Gäste waren im Publikum auszumachen, was vom Genre her nicht selbstverständlich ist.

Vereinspräsident Marcel Müller freute sich über den grossen Zulauf an den beiden Abenden und betonte, dass sich der Verein mittlerweile einen guten Namen gemacht hat. «Auch dank unserem guten Ruf konnten wir kürzlich wieder drei Neumitglieder aufnehmen und so zählt der Theaterverein bereits 22 Mitglieder. Wir sind ein gesunder Verein mit vielen tollen Mitstreitern, welche sich vor den grossen Aufgaben nicht scheuen. Denn auch so ein Unterhaltungsabend <light> bringt viel Arbeit mit sich.»

Marcel Müller wollte es nicht unterlassen, allen Involvierten zu danken. «Insbesondere der Schulgemeinde sind wir zu grossem Dank verpflichtet; konnten wir doch etwas früher als auch schon die Bühne der Mehrzweckhalle für unsere Probenarbeiten nutzen.»

Sicher ist, dass es gefällt

Auf der Bühne standen Tanya Burlet, Judith Müller, Berni Eugster, Isa Eggerschwiler, Markus Klöti, Claude Rohner, René Graf, Hans-Jürgen Freier und Heini Landolt, die Regie übernahm Robert Biefer. Die intensive Probenzeit hat sich augenscheinlich gelohnt. Die Pointen sassen, die Stimmen waren laut und deutlich und die Mohrenköpfe fanden ihr Ziel inmitten der Gesichter – Lachsalven waren dementsprechend nicht selten. Nach dem Stück «Bisch sicher» stand fest, dass sich etliche in der gemütlich hergerichteten Lounge noch den einen oder anderen Drink genehmigten.

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