Nicht nur das Klima hat sich verbessert

Tag der offenen Tür nach der Gesamtsanierung des Hallenbades: Trotz der Investition von 2,8 Millionen Franken ist wenig zu sehen. Aufgewendet wurde das Geld vor allem für Verborgenes.

Kurt Lichtensteiger
Drucken
Teilen
Gemeinderätin Cornelia Hasler, Projektleiter Hans-Peter Meier und Schwimmlehrerin Karin Metz freuen sich über den Abschluss der Hallenbad-Sanierung. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Gemeinderätin Cornelia Hasler, Projektleiter Hans-Peter Meier und Schwimmlehrerin Karin Metz freuen sich über den Abschluss der Hallenbad-Sanierung. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Wer nach der siebenmonatigen Umbauphase und gleichzeitigen Schliessung ein verändertes Bild des Aadorfer Hallenbades erwartet hatte, sah sich bei oberflächlicher Betrachtung enttäuscht. Denn die Umbauarbeiten betrafen vor allem Wasseraufbereitung und Haustechnik, so Lüftung und Heizung, die komplett erneuert wurden.

Sichtbarere Veränderungen sind die renovierte Decke, ausgestattet mit einer helleren Beleuchtung, sowie die Einfassung rund um das Bassin.

Was auch immer dem Auge verborgen sein mag, für den Benutzer hat sich trotzdem Spürbares verändert: So dürften sich die klimatischen Bedingungen, insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit, dank der neuen Lüftung verbessert haben. Auch die neue Wassertechnik mag künftig ihren Beitrag zu erhöhtem Komfort leisten. Dank einer Wasseraufbereitung mit Ozon-Aktivkohle ist das Bad praktisch geruchsfrei. Die Neugestaltung des Kassensystems und der Einblick auf das 25-Meter-Becken vom Eingangsbereich her sind weitere nennenswerte Änderungen.

Gemeinderätin Cornelia Hasler dankte bei der Übergabe an die Bevölkerung all den Beteiligten am gelungenen Werk, insbesondere dem Projektleiter Hans-Peter Meier.

Nicht wenige Besucher, die den Tag der offenen Tür für einen Augenschein benutzten, erinnerten sich dabei an die wechselvolle Geschichte des Bades: 1975 wurde mit dem Bau im Erdgeschoss des einstigen Realschulhauses begonnen, einem achteckigen Gebäude, damals als visionär betrachtet. Während 15 Jahren diente danach der Raum überwiegend dem Militär als Aufenthaltsort und den Vereinen als Festplatz. Erst als die Primarschulgemeinde nach einer Volksabstimmung für den Ausbau grünes Licht gegeben hatte, konnte der Badebetrieb 1990 endlich seinen Anfang nehmen. Dank der Verlegung einer wöchentlichen Turnstunde ins Hallenbad legte sich einstweilen der Ruf nach einer weiteren Turnhalle. Im Mai 2013 genehmigten dann die Aadorfer Stimmbürger ein Gesamtpaket von 22 Millionen Franken für das SCA-Clubhaus, die Dreifachsporthalle Löhracker sowie die Sanierungen von Frei- und Hallenbad. Letzte Etappe bildet der Kioskbau im Freibad mit Baubeginn in einem Jahr.