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Nicht alle finden den Weg dahin freiwillig

Das Betreibungsamt im Holdertor und die Aussenstelle in Steckborn sorgen dafür, dass Schuldner und Gläubiger miteinander den Rank finden. Am Donnerstag nahmen Behörden einen Augenschein in den umgebauten Räumlichkeiten.
Stefan Hilzinger
Anna-Rita Dutly, Gemeindepräsidentin Hüttlingen, Roger Wiesendanger, Leiter Konkursamt und Betreibungsinspektorat, Erika Meier, Leiterin Betreibungsamt Frauenfeld, und Regierungsrätin Cornelia Komposch in den neuen Räumlichkeiten. (Bild: Stefan Hilzinger)

Anna-Rita Dutly, Gemeindepräsidentin Hüttlingen, Roger Wiesendanger, Leiter Konkursamt und Betreibungsinspektorat, Erika Meier, Leiterin Betreibungsamt Frauenfeld, und Regierungsrätin Cornelia Komposch in den neuen Räumlichkeiten. (Bild: Stefan Hilzinger)

Nein, die Arbeit sei ihr nie verleidet. Seit mehr als 25 Jahren ist Erika Meier in der Branche tätig. Seit Anfang Juni ist sie Leiterin des noch einzigen Betreibungsamtes für den Bezirk Frauenfeld. In der Zentrale im Holdertor-Gebäude in Frauenfeld und in der Aussenstelle in Steckborn sind rund zwanzig Mitarbeiter damit befasst, dass Schuldner und Gläubiger einen Weg finden, Zahlungsausstände zu tilgen.

Mitte Jahr ist die neue Organisation für das Betreibungswesen im Kanton in Kraft getreten. Pro Bezirk gibt es noch eine einzige Stelle, die sich um das Eintreiben von Forderungen kümmert. Davor gab es im Bezirk Frauenfeld drei Betreibungsämter: je eines in Frauenfeld, Steckborn und Diessenhofen.

Geordnet, diskret und möglichst konfliktfrei

Um auf den Wechsel gewappnet zu sein, liess der Kanton das Frauenfelder Betreibungsamt aus- und umbauen. Das Amt belegt nun zwei Stockwerke im Holdertor. Die Räumlichkeiten wurden so umgebaut, dass die Abläufe möglichst geordnet, diskret und konfliktfrei über die Bühne gehen können. «Die Sicherheit ist bei uns ein wichtiger Aspekt», sagt Erika Meier, als sie am Donnerstagabend Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinde- und Kantonsbehörden sowie der Kantonspolizei zur Eröffnung mit Rundgang begrüsste. «Die Polizei ist wichtig für uns, wenn jemand den Weg zu uns einmal nicht freiwillig finden sollte.»

Wer eine Forderung nicht ordentlich mit Rechnungs- und Mahnwesen eintreiben kann, gelangt ans Betreibungsamt. Das Amt treibt aber nicht nur private Forderungen ein, häufig geht es auch um nicht bezahlte Steuern, Krankenkassenprämien oder AHV-Beiträge. «Wir sind auch für Zwangsvollstreckungen zuständig», sagt Meier. Diese erfolgen auf Wunsch des Gläubigers, wenn der Schuldner nicht auf den zuvor zugestellten Zahlungsbefehl reagiert. Sachwerte würden aber nur gepfändet, wenn sie einfach zu Geld gemacht werden können. Meistens gehe es darum, Lohnpfändungen vorzunehmen.

«Die wenigsten Menschen haben gerne Schulden», sagt Meier. Zwar gebe es solche, die ohne Skrupel mit Schulden leben, doch viele schafften es, aus der Falle herauszukommen, auch wenn dies manchmal Jahre dauere. «Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Gläubiger zu ihrem Recht kommen und dass die Schuldner trotzdem in Würde leben können.»

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