Neustart an ausserordentlicher Versammlung

Merken
Drucken
Teilen

Aadorf Die Kabelnetz-Genossenschaft Aadorf (Agla) wird auf den 30. August zu einer ausserordentlichen Generalversammlung einladen, wie sie ihren Genossenschaftern schriftlich mitteilt.

«Die Gemeinde wird die Leitung der ausserordentlichen Generalversammlung übernehmen, nachdem der noch amtierende Präsident Zoran Felbab per 30. Juni seinen Rücktritt erklärt hat», heisst es in dem Schreiben der Agla-Verwaltung. «Bis zur GV wird Vizepräsident Michele Sax die Genossenschaft interimsweise führen, ehe dann ein neuer Präsident und neue Verwaltungsmitglieder gewählt werden.»

«Nachdem Herr Felbab mit Halbwahrheiten um sich geworfen hat, sieht sich die Verwaltung der Agla gezwungen, die Vorwürfe richtigzustellen», sagt ein Vorstandsmitglied mit Rückendeckung der gesamten sechsköpfigen Verwaltung.

Stockwerkeigentümer sollen weiter mitreden können

Zweifellos habe Zoran Felbab dank seines Wissens einen bemerkenswerten Beitrag zum erfolgreichen Kabelnetzbetreiber geleistet, schreibt die Agla weiter. «Dennoch haben die Verwaltungsmitglieder seine Forderungen finanzieller und organisatorischer Art nicht mitgetragen, weshalb es zu einem Zerwürfnis kam.» Knackpunkt seien insbesondere die Reglementsänderungen und das Stimmrecht gewesen, das die Stockwerkeigentümer ausschliessen sollte, was einen Drittel der Genossenschafter ausgeschlossen hätte. Zudem sei keineswegs vorgesehen, das intakte Kabelnetz zu verkaufen oder zu verpachten, der Glasfaserausbau und die Erweiterung würden gemäss den Budgetvorlagen im Sinne der Genossenschafter weiter vorangetrieben.

Deutlich distanzieren möchte sich die Verwaltung schliesslich vom Vorwurf der unkorrekten Geschäftsführung. «Die Revision wurde statuten- und gesetzeskonform durchgeführt. Daran ändert sich auch nichts, nachdem Zoran Felbab vor über einem Monat Strafanzeige eingereicht hat.» Bisher habe die Staatsanwaltschaft darauf auch nicht reagiert. «Es fehlt sicher kein Geld in der Kasse», beteuert auf Anfrage Rechnungsführerin Monika Luchsinger mit aller Entschiedenheit. (kli)