NEUREGELUNG: Mehr Geld für Thurgauer Amtsärzte

Der Thurgauer Regierungsrat hat Massnahmen getroffen, um die angespannte personelle Situation im Amtsarztbereich zu entschärfen. Mit höheren Entschädigungen und organisatorischen Anpassungen werden die Anstellungsbedingungen der Amtsärztinnen und Amtsärzte verbessert.

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Thurgauer Amtsärzte werden künftig besser entschädigt. (Bild: Hannes Thalmann (Symbolbild))

Thurgauer Amtsärzte werden künftig besser entschädigt. (Bild: Hannes Thalmann (Symbolbild))

Die Arbeit der Amtsärztinnen und -ärzte sei insbesondere bei der Abklärung von aussergewöhnlichen Todesfällen wichtig, heisst es in der Mitteilung der Thurgauer Staatskanzlei vom Donnerstag. Die Amtsärzte unterstützen dabei die Staatsanwaltschaft. Die Aufgabe wird im Milizsystem von erfahrenen, praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzten geleistet.

Die Einsätze seien kaum planbar und fänden oft in der Nacht oder am Wochenende statt. "Fallen sie in die Sprechstundenzeit, stören sie den betrieblichen Ablauf erheblich und verursachen Ertragsausfälle", heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Attraktivität der Arbeitsbedingungen, die Belastung durch den Pikettdienst und die Abgeltung der Einsätze seien wesentliche Elemente für die Rekrutierung und Nachwuchssicherung im Amtsarztbereich. Durch verschiedene Rücktritte, die teilweise mit den unbefriedigenden Arbeitsbedingungen begründet wurden, habe sich die Situation in jüngster Zeit verschärft.

Nun hat der Regierungsrat unter anderem eine separate Abgeltung der Pikettdienste während der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen beschlossen. Damit werden jene Amtsärztinnen und -ärzte besser gestellt, die häufiger Pikettdienste übernehmen. Zudem werden die Dienstkreise für die Nacht und die Wochenenden auf zwei Kantonshälften erweitert. Damit wird die Dienstlast in dieser Zeit halbiert.

Mit diesen Neuerungen, die auf den 1. April 2017 in Kraft treten, erhöhen sich die jährlichen Kosten des Amtsarztdienstes um rund 120'000 Franken pro Jahr. (sda)